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Warum ein Leader in der Band Euch einen Schritt nach vorn bringt!

Es muss einen Boss in der Band geben. Eine Person der vertraut. Bei allen wichtigen Entscheidungen. Niemand geringeres als Mick Jagger sagte mal in einem Interview, dass er keine Band kenne, die demokratisch entscheidet.

Was bedeutet das im Allgemeinen?

Ich gebe Euch gerne ein Beispiel. Es geht zum Beispiel darum welche Songs in das Set des nächsten Konzerts kommen sollen und welche nicht. Wie Ihr es vielleicht selber schon erfahren habt, könnte es sein, dass sich daraus eine Diskussion ergibt, welche weit über eine Stunde hinausgeht. Vielleicht dauert es zwei ganze Stunden bis ihr endlich die sieben Songs festgelegt habt, welche auf dem nächsten Gig gespielt werden. Aber warum diese Zeit nicht in nützlichere Dinge stecken? Definitiv ist es wichtig ein gutes Set zu haben und jeder sollte mitreden dürfen. Aber wenn es eine Person gibt, die merkt wenn Ihr Euch im Kreis dreht und dann sich durchsetzt und das letzte Wort spart Ihr damit Zeit und Energie für die wichtigsten Dinge um die es in einer Band geht. Denn eigentlich geht es um die Musik und darum die Leute auf den Konzerten zu erreichen und überall wo Ihr sie erreichen wollt.

Wie wählt Ihr die eine Person aus? Und warum ist das vielleicht gar nicht mal so schwer?

Oft kommen Personen in Frage, die sich um das Songwriting kümmern, um Social Media und darum Gigs zu bekommen. In den meisten Fällen ist das sogar eine Person, nur gesteht sich das niemand so leicht ein, derjenige zu sein, der sich eben nicht um diese Dinge kümmert. Es geht darum Aufgaben zu verteilen und eben auch diese wichtige Entscheidung zu treffen, wer der Leader ist. Diese Person sollte die Band am besten repräsentieren und nach außen zeigen, was Euch als Band ausmacht.

Mit großer Sicherheit denkt Ihr jetzt schon an diese eine Person, doch da ist eine Sache, die Euch dagegen ankämpfen lässt es zuzugeben. Das eigene Ego. Jeder in der Band hat seinen Platz und ohne Ihn würde die Band nicht sein was sie ist. Es ist nicht leicht dabei sein eigenes Ego hinten anzustellen, aber warum deshalb der Gruppe im Weg stehen? Es geht doch letztlich darum seine Zeit, die man mit der Band verbringt für etwas Gutes zu nutzen und das meiste daraus zu ziehen was geht. Wie oft merkst Du, dass das Leben echt verdammt kurz ist und gerade die freie Zeit neben dem Job und anderen Dingen so verdammt wertvoll ist. Klingt wie eine Floskel, aber wenn Du ehrlich zu Dir selbst bist, wirst du es auch so sehen.

Mit einem Leader werden Dinge einfacher und Eure Ziele leichter zu erreichen sein. Ihr steht Euch nicht mehr selbst im Weg beim Versuch, dass jeder in allen Angelegenheiten das letzte Wort haben muss und sich um Dinge gestritten wird, die es nicht Wert sind. Wichtig ist natürlich die gleichen Ziele vor Augen zu haben und sich darüber im Klaren zu sein, was Ihr als Band erreichen wollt. Vielleicht ist das Ziel 10 Gigs im Jahr zu haben, der erste Auftritt auf einem Festival, eine EP in fetter Qualität aufzunehmen oder das erste Musikvideo. Hinter all diesen Dingen steckt ein wichtiger Faktor und das ist Zeit. Zeit, die Ihr sinnvoll nutzen solltet um die nächsten Schritte anzugehen und jemanden zu haben, der Euch führt und dem Ihr vertraut.

Vertrauen ist eine wahnsinnig wichtige Sache in dieser Angelegenheit und ohne müsst Ihr es erst gar nicht versuchen. Ihr werdet trotz eines Leaders noch eine Band sein und nicht nur eine Person wird im Mittelpunkt stehen. Jeder in der Band repräsentiert etwas nach außen und nicht jeder ist der Typ, um ein Leader zu sein und das ist auch nichts Schlechtes. Denn denkt Ihr Keith Richards hat immer Bock sich von Mick Jagger etwas sagen zu lassen? Ich glaube nicht, aber er vertraut ihm und weiß was, dass er das richtige für die Band tut. Und darum geht es am Ende des Tages. Um die Band!

Selbstvermarktung als Band (Part II-Homepage)

Wer im Musikbusiness Erfolg haben will, muss eine Menge investieren. Nur ein guter Musiker zu sein, reicht eben noch nicht aus um bekannt zu werden. Nur wer sein Geld und seine Zeit geschickt einsetzt, kann daraus Profit schlagen.

Am Anfang der Band-Karriere ist vor allem eines wichtig: bekannt werden. Ob das nun heißt, dass man sich in seinem Umkreis einen Namen machen will, oder ob man sofort Geld verdienen möchte, sei mal dahingestellt.

Wer dies schneller schaffen will, hat im Zeitalter von Suchmaschinen-Optimierung und Social Media alle Möglichkeiten offen. Zugegebener Maßen, Geld ist immer ein Problem für Musiker. Neues Equipment muss gekauft, Verschleißteile ersetzt und die Proberaum-Miete gezahlt werden. Aber auch mit vergleichsweise geringen Kosten lassen sich hohe Ergebnisse erzielen. In dieser Reihe stellen wir euch Maßnahmen vor, mit denen ihr euch selbst vermarkten könnt.


Nachdem wir das letzte Mal bereits das Thema Facebook behandelt haben, kommen wir nun zur nächsten Rubrik.

Die eigene Homepage

Was ist der erste Punkt der erscheinen sollte, wenn man nach deiner Band googelt? Dein Instagram-Profil? Ein Wikipedia-Eintrag? Deine Facebook-Seite? Prinzipiell alles nicht schlecht, aber das reicht noch nicht.

Um sich wirklich über euch zu informieren, wollen die Leute eure Homepage sehen! Und je besser der erste Eindruck ist, desto höher stehen die Chancen, in Zukunft gebucht zu werden! Da stellt sich natürlich die Frage, was denn überhaupt auf der Homepage stehen sollte. Was würde euch denn interessieren, wenn ihr die Seite eurer Lieblingsband besucht? In erster Linie auf jeden Fall alle Livetermine, Infos über die Band und Neuigkeiten oder?

Aber das ist noch nicht alles.

Fangen wir einmal bei den Basics an: Habt ihr schon eine eigene Homepage oder zumindest eine Domain? Sucht auf jeden Fall nach einer Domain, die passend ist. Wenn ihr das erledigt habt, ist es heutzutage nicht mehr notwendig sich eine Website programmieren zu lassen. Schlussendlich sehen diese dann oft nach einer Fußball-Homepage aus den 90ern aus und ihr seid ein paar hundert Euro los. Mit (quasi)-kostenlosen Online-Tools wie www.jimdo.com oder www.wix.com könnt ihr euch im Baukastenprinzip eure eigene Seite selbst gestalten. Ihr erhaltet zuerst eine Unterdomain wie z.B. meinebandXY.jimdo.com, wenn ihr allerdings eine Domain besitzt könnt ihr diese neue Website auch auf die eigentliche Domain umstellen.

Layout-Vorlagen sind hier schon vorhanden, sucht euch einfach das Design aus, das euch am meisten ansprechen würde als Fan. Verändert die Farben so, dass sie auf euer Auftreten, also z.B. auf die Farben eures Logos zutreffen. Platziert euer Logo, setzt ein dezentes Livebild von euch in den Hintergrund oder als Titelbild, und los geht’s mit dem Inhalt.

Folgende Punkte sollten auf jeden Fall eigene Unterseiten auf eurer Seite sein:

 - Live-Termine (sollten auch zusätzlich auf der Startseite dargestellt sein)
 - Band-Bio
 - Hörproben (kann auch ein Link zum Soundcloud-/ Spotify-Channel sein)
 - Neuigkeiten
 - ggf. Shop

Es bietet sich immer an, die Neuigkeiten gleich auf der Startseite anzuzeigen. Falls ihr diese meistens über die Sozialen Netzwerke verbreitet, bieten diese Baukästen-Anbieter auch Module, bei denen ihr die Inhalte eurer Facebook-Seite integrieren könnt. Dadurch spart ihr euch zweifaches Posten, und müsst eure Homepage nicht jedes Mal zusätzlich aktualisieren. Gebt bei den Terminen bitte nicht nur die anstehenden Gigs an, sondern auch die, die ihr bereits gespielt habt. Veranstalter die Interesse daran haben, euch zu booken, interessieren sich eher dafür, wo ihr bereits aufgetreten seid, um dadurch eure Erfahrung und Reputation zu bewerten.


Die Band-Bio ist ebenfalls essentiell für Veranstalter. Hier können sie sich nicht nur über euch informieren, sondern sie verwenden die hier gegebenen Texte auch, um euch später anzuteasern, bspw. auf deren eigener Website. Der Text sollte, ebenso wie zwei bis drei Bilder, zum Download bereitstehen. Die Homepage ist für Journalisten, die über euch berichten, die Recherchequelle Nummero Uno. Ihr erleichtert ihren Job durch diese Downloads enorm! Geschickt ist es an dieser Stelle auch, bereits existierende Berichte über euch auf die Website zu stellen, oder diese zu verlinken.

Zu den Hörproben muss ich ja nicht viel sagen, oder? Ladet Ausschnitte eurer Songs auf Soundcloud hoch und stellt sie zur Verfügung. Woher sollen die Leute sonst wissen, was ihr macht? Diese könnt ihr dann ganz bequem auf die Homepage einbauen, vielleicht sogar so, dass automatisch beim Klick auf die Seite euer bester Song aus den Boxen dröhnt.

Falls ihr bereits Alben aufgenommen habt, Merchandise produziert ist oder ihr sonst etwas unter die Leute bringen wollt, ist ein Shop-System von Vorteil. Bei Jimdo ist dieses in der kostenlosen Basis-Version z.B. dabei, ein Update (60 € pro Jahr) bietet euch jedoch mehr Zahlungsweisen und weitere Vorteile. So könnt ihr Bestellungen in einer Übersicht ansehen, automatisiert Versandbestätigungen und Zahlungseingänge per Mail verschicken.

Das ist zwar noch lange nicht alles, was ihr mit eurer Homepage machen könnt, es wär zum Beispiel denkbar für die Seite weitere Social-Media Channel einzubauen, oder mit Google Analytics herauszufinden, wer eure Fans sind und was sie interessiert, aber fürs Erste sollte das einmal reichen.

Der nächste Artikel dieser Reihe beschäftigt sich dann eingehender mit dem Bereich „Suchmaschinen-Optimierung und -Werbung“.

Hier geht es zum Artikel Selbstvermarktung Part I

Selbstvermarktung als Band (Part I-Facebook)

Wer im Musikbusiness Erfolg haben will, muss eine Menge investieren. Nur ein guter Musiker zu sein, reicht eben noch nicht aus um bekannt zu werden. Nur wer sein Geld und seine Zeit geschickt einsetzt, kann daraus Profit schlagen.

Am Anfang der Band-Karriere ist vor allem eines wichtig: bekannt werden. Ob das nun heißt, dass man sich in seinem Umkreis einen Namen machen will, oder ob man sofort Geld verdienen möchte, sei mal dahin gestellt.

Wer dies schneller schaffen will, hat im Zeitalter von Suchmaschinen-Optimierung und Social Media alle Möglichkeiten offen. Zugegebener Maßen, Geld ist immer ein Problem für Musiker. Neues Equipment muss gekauft, Verschleißteile ersetzt und die Proberaum-Miete gezahlt werden. Aber auch mit vergleichsweise geringen Kosten lassen sich hohe Ergebnisse erzielen. In dieser Reihe stellen wir euch Maßnahmen vor, mit denen ihr euch selbst vermarkten könnt.

Wir fangen mit dem wohl kostengünstigsten an:


Facebook

Wer in sozialen Netzwerken aktiv ist, hat schon einmal die Hälfte seiner Hausaufgaben erledigt. Es gibt kaum noch eine Band, die nicht zumindest eine eigene Facebookseite hat. Ladet zu Beginn erst einmal sämtliche Facebook-Freunde ein eure Seite zu liken. Und ich meine wirklich alle, egal ob Freunde, Familie, Arbeitskollegen oder sogar die verhasste Ex-Freundin. Ihr benötigt zum Anfang so viele Likes wie möglich, denn selbst wenn sie eure Seite nur aus Mitleid liken, werden ihnen doch die Posts auf der Startseite angezeigt. Damit steigt auch eure Reichweite und so die Möglichkeit auch die Aufmerksamkeit anderer zu erreichen.

Sehr wichtig ist regelmäßiges Posten! Wer nichts Neues liefert, bleibt auch nicht relevant. Mindestens zweimal die Woche, sollte sich etwas auf eurer Seite tun. Egal, ob ihr eine Veranstaltung zum nächsten Gig erstellt oder ein Video aus eurem Proberaum postet, Content ist das, was die meisten Leute interessiert hält. Natürlich kann man nicht immer etwas sonderlich Hochwertiges abliefern, aber versucht es zumindest. Sobald ein Like einer Person zu einem Beitrag erscheint, die eurer Seite noch kein „Gefällt mir“ hinterlassen hat, ladet sie dazu ein. Und bitte: Zu jedem Post sollte immer ein passendes Bild, na gut außer bei einem Video, angehängt sein. Niemand interessiert sich für reine Textbeiträge.

Auch über Apps, zum Beispiel Reverb Nation oder Bandsintown, kannst du Gig-Termine festlegen, Songs hochladen und weiteres. Die Apps sind leicht auf deine Facebookseite integrierbar und posten teilweise selbstständig, das erspart dir zumindest einen gewissen Aufwand. So werden bei Bandsintown angelegte Termine regelmäßig automatisch gepostet, wenn der Gig näher rückt. Ihr spart euch nicht zur Zeit, sondern auch die Notwendigkeit, euch einen neuen Text auszudenken.


Ebenfalls besteht die Möglichkeit, eine Kurzbiografie online zu stellen, direkt auf eure Website zu verlinken, eine Booking App einzubauen und so weiter und so fort. Die Chancen die Aufmerksamkeit der Leute auch euch zu lenken sind schier endlos. Außerdem könnt ihr über das Feld Statistiken ganz leicht nachverfolgen, was gut ankommt und was nicht. Und vorallem wann eure Fans online sind.

Soweit zum günstigen Teil. Facebook kann aber noch wesentlich mehr, als nur eure News zu verbreiten. Ihr könnt auch bestimmte Konzerte, Artikel aus eurem Merchandise Shop oder einfach nur eure Seite über Anzeigen bewerben.

Ähnlich wie bei Suchmaschinen-Werbung könnt ihr gezielt eure Zielgruppe, also z.B. Leute in einem Umkreis von 100 km, im Alter von 14-45 Jahren und mit einer Vorliebe für Alternative Rock, steuern. Stellt einfach die Parameter ein, die euch am passendsten erscheinen. Falls das noch nicht gut klappt, könnt ihr diese jederzeit abändern.

Diese Anzeigen werden Leuten vorgeschlagen, denen eure Musik gefällt, oder denen, den sie gefallen könnte. Diese Anzeigen werden teilweise in der rechten Spalte, teilweise zwischen normalen Beiträgen auf der Startseite platziert. Allerdings ist dieser Service nicht kostenlos, die Kosten richten sich nach der geplanten Reichweite. Sprich, je mehr Leute ihr in einem bestimmten Zeitraum erreichen wollt, desto teurer wird die Anzeigenschaltung.

Der nächste Artikel dieser Reihe beschäftigt sich dann eingehender mit dem Bereich „Homepage“.

Hier geht es zum Artikel Selbstvermaktung Part II

10 Jahre Newcomer Szene – Die Geschichte einer Idee

Am 25. Februar 2007 gründete Marcel Beuchert den Webradio Sender „Crazy Galaxy Radio“ und stieg in den Musikmarkt ein. Was damals als kleine Idee begann, ist heute ein großes Netzwerk, welches endlich die Ideen 10 Jahre nach der Gründung verwirklicht.

Der kleine Affe auf dem Logo machte Crazy Galaxy Radio in der Webradio Szene alle Ehre. Völlig bekloppt und mit großem Spaß-Faktor sollte die Gründung des Senders ein reiner Witz an den Musikmarkt sein, damit die gewünschte Musik durchgehend gespielt werden konnte. Doch Marcel Beuchert entdeckt in Zeiten von MySpace eine Nische. Junge Musiker suchen Plattformen, die ihre Musik präsentieren. „Live Style Radio“ war geboren. Weil der Name Crazy Galaxy Radio zu albern klang, entschied man sich, den Sender Live Style Radio zu nennen. In seiner Late Night Show „Die Marcel Gerard Show“ entwickelte er nicht nur seinen eigenen Künstlernamen, sondern auch ein die Idee, Newcomern eine Plattform anzubieten.


Mit gut 200 Hörern in jeder Show setzte sich die Idee durch. Es wurden immer mehr Hörer und Bands. Um den Sender noch jugendlicher und cooler zu gestalten, änderte man nur 5 Monate nach der allgemeinen Namensänderung den Sender in „LSFM“ um. Die gesamte Namens-Bezeichnung blieb allerdings bei „Live Style“. Man ersetzte das Radio durch das moderne Kürzel „FM“.

Um den Künstlern noch mehr entgegen zu kommen kam Beuchert auf die Idee einen Blog zu starten, der regelmäßig Bands vorstellt. „Topnewcomer.de“ war gegründet. Der Blog fungierte neben dem Radiosender als perfekte Vorstellung für Musiker. Die Idee ging auf.

Der Blog wuchs weiter und bekam eine Funktion dazu, die alles veränderte. Ein Plugin für gerade mal 29,99 Euro eröffnete 2009 die „Newcomer Charts“. Trotz Voting registrierten sich über 1500 Musiker auf der Plattform und duellierten sich auf der Seite. Darunter auch Bands wie Luxuslärm, Glasperlenspiel, Andreas Kümmert oder 5Bugs, die noch kaum jemand kannte. Im selben Jahr nannte sich der Blog um und wurde zur heute bekannten „Newcomer Szene“. Der Blog kümmerte sich um die verschiedensten Künstler und erweiterte sein Umfeld. Die Labels „LSFM Music“ und „LSFM Records“ wurden gegründet, nahmen die ersten Bands unter Vertrag.

Doch der Erfolg sollte nicht lange halten. 2010 wird zum Horror-Jahr für das Projekt. Gründer Marcel Beuchert verlor seinen Job, der durch die Finanzkrise ausgelöst wurde. Es fehlte an Geld und auch die Entwicklung der Plattform blieb stehen. Keine neuen Features und keine Unterstützung in Sachen Programmierung. Ein Schuldenberg häuft sich an. GEMA und GVL verlangten ihr Geld.


Im Jahr 2011 dann der Kollaps – Marcel Beuchert setzt zu erst seine Show ab, verlor an Hörer und stellte nur wenige Tage danach den Sender LSFM komplett ein. Im April 2011 dann der Super-Gau, das Plugin der Charts kann nicht mehr mit der neuen html & php Technik mithalten und versagt. Die Charts mussten eingestellt werden. Der Traum einer neuen großen und fairen Plattform ist geplatzt. Am 1. Mai 2011 geht sogar die Newcomer Szene vom Netz.

Marcel Beuchert gab nicht auf und stellte die Newcomer Szene zwei Monate später wieder online und schrieb weiter Artikel. Sie erlangte zwar nie mehr den Besucheransturm, den sie zu Zeiten der Charts hatte, blieb in der Branche aber trotzdem beliebt. Sogar Universal Music schaute regelmäßig nach neuen Künstler auf der Seite. 2013 gründete Beuchert das Label Monster Tapes und den dazugehörigen Musikvertrieb, der heute über 250 Bands/Musiker beinhaltet.

Seine Schulden stotterte er ab und entwickelte 2014 eine Plattform, die den Musikmarkt verändern soll. Fairer, besser, übersichtlicher soll sie werden, Musiker neu zusammen führen, den Konzert-Markt neu gestalten. Im Dezember 2015 wird eine Crowdfunding Aktion gestartet, die 6500 Euro zusammen bekommt. Der Bau von Artistfy, der Nachfolger der Newcomer Szene, wird gestartet.

Am 6. Februar, fast 10 Jahre nach der Gründung der gesamten Idee, geht Artistfy als kleine Beta-Version online. Als erstes Feature hat sich Gründer Marcel Beuchert natürlich die Charts ausgedacht, die in nur 2 Wochen über 60.000 Besucher und 450 registrierte Bands anlocken. Die Idee geht erneut auf und der Bau der Plattform nimmt langsam Gestalt an. Die Newcomer Szene soll Mitte des Jahres eingestellt werden und der Fokus nur noch auf die neue Plattform Artistfy gelenkt werden. Auch die gegründeten Labels werden durch neue Labels ersetzt. Man kann nur hoffen, dass die nächsten 10 Jahre eine ähnlich und bessere Erfolgsgeschichte werden.

In die neuen Charts eintragen könnt ihr euch hier

Spotify – So ändert ihr Profil und Titelbild

Das Spotify täglich etwas anders macht oder verändert, ist nichts ungewöhnliches. Auch die großen Vertriebe haben mit den ständigen Wechseln in der Technologie oder Eintragungen der Songs ihre Schwierigkeiten.

Dennoch will keiner auf Spotify verzichten, denn der günstige Anbieter ist praktisch und kann in jeder Hosentasche mitgeführt werden. Mittlerweile bestimmt Spotify sogar die weltweiten Single-Charts, da die Streaming-Zahlen seit 2014 mitgezählt werden.

Was auf Spotify sofort auffällt, sind die jeweiligen Künstler-Profile, in denen Profil und Titelbild zu finden sind. Was einst nur den Major Labels vorbehalten war, ist jetzt für jeden Künstler möglich. Die eigenen Fotos/Daten einzutragen. Zwar ist diese Funktion noch nicht ausgereift und manch ein Antrag geht völlig unter, dennoch gibt es auch gute Erfahrungen, bei denen es problemlos klappte.

Spotify prüft die Anträge noch manuell, geht dabei teilweise recht streng vor, damit auch kein Profil in die falschen Hände geriet. Damit man Zugang zu den Fotos erhalten kann, benötigt man ein Artist-Account, denn man hier beantragen kann.


Einfach die nötigen Felder ausfüllen und abschicken. Im Durchschnitt dauert es bis zu 2 Wochen, bis Spotify auf einen Antrag reagiert. Es gab aber auch schon Berichte von Bands, bei denen es nur 2-8 Tage gedauert hat. Spotify scheint dies also völlig unterschiedlich anzugehen. Genauso erhalten viele Bands gar keine Meldung. Sollte dies nach maximal 3 Wochen der Fall sein, kann man gerne einmal per Mail nachhaken, damit Spotify es noch einmal prüft.

In den meisten Fällen verlangt Spotify zur Verifizierung einen Twitter-Account, es soll allerdings auch schon mit anderen Mitteln geklappt haben. Fakt ist, ihr müsst deutlich beweisen können, dass ihr zur Band gehört, sonst kommt ihr nicht weit.

Hat Spotify euch genehmigt erhaltet ihr ein Artist-Account und könnt Profil und Titelbild nach belieben ändern. Allerdings gibt auch hier Spotify gewisse Vorgaben vor. Zusätzlich habt ihr Zugang auf mehrere Statistiken. Die finanzielle Abrechnung bleibt allerdings bei dem Vertrieb, über den ihr eure Musik online gestellt habt.

Übrigens, wer seine kommenden Veranstaltungen bei Spotify einsehen will, sollte sich mit Songklick beschäftigen, denn Spotify ruft die Veranstaltungen von dieser Seite ab.

Fazit: Die Funktion ist gerade für Newcomer sehr interessant, da sie sich bei Spotify noch mehr präsentieren können. Bisher wird als Profilbild immer nur die neuste eingetragene Platte angezeigt und ein Titelbild bleibt komplett weg. Auch die Statistiken sind ein super Feature, bei denen man besser einsehen kann, wie die Songs ankommen. Einen Artist-Account beantragt ihr hier

Newcomer Szene feiert 10 Jahre / Termin für neue Plattform steht

Der Februar 2017 wird für uns ein freudiges und ein weinendes Auge hinterlassen, denn die Newcomer Szene feiert ihren 10. Geburtstag, welcher zugleich der letzte sein wird.

Am 25. Februar 2007 wurde durch den deutschen Radiosender LSFM ein Blog gegründet, der den Namen „Topnewcomer.de“ erhalten hatte. Unter diesem Namen stellte der Radiosender wöchentlich neue Bands und Solokünstler aus verschiedenen Regionen vor.

Die Ideen kam gut an und schnell wurden es mehr Leser sowie Hörer, die sich die neuen Künstler anhören wollten. Die Beliebtheit des Blogs stieg an und nur nach 6 Monaten entschied man sich, das Projekt umzubenennen und taufte es von da an „Newcomer Szene“.

Mittlerweile sind 10 Jahre vergangen und die Newcomer Szene bleibt weiterhin beliebt. Über 10.000 Künstler wurden bereits vorgestellt, interviewt oder ratterten durch die erfolgreichen „Newcomer Charts“, die aus technischen Gründen 2011 eingestellt werden mussten. Bands wie Luxuslärm, Glasperlenspiel, 5Bugs oder Jennifer Rostock waren schon Gäste vor ihrer großen Karriere, die man ohne nachzudenken unterstützt hat.

Doch über die Jahre fehlte die Entwicklung, die Steigerung und finanzielle Einnahmen, die das Projekt weiter aufrecht hielten. Die Newcomer Szene verlor an Fahrt und musste am Ende doch kapitulieren. Der Name verlor an Energie, Musiker sehen sich nicht mehr als Newcomer und international gesehen schreibt man das Wort „Szene“ in allen Ländern anders.

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Es musste ein neuer Name her, ein neues Projekt und eine neue Idee. Artistfy war geboren. Das neue Projekt hat 2016 bereits 80% der Newcomer Szene übernommen und wird nach dem 10. Geburtstag auch die letzten 20% einnehmen.

Nach langem Hin und Her jetzt die offizielle Entscheidung, Artistfy kommt im Januar. Dieser Termin wird nicht mehr verschoben. Allerdings gibt es noch kein festes Datum, das die Gründer mit Absicht nicht festlegen werden. Allerdings wird die Plattform nicht in dem Umfang erscheinen, wie es ursprünglich geplant war, sondern in einer sehr kleinen abgespeckten Version, die zu Beginn nicht einmal die Registrierung für Bands zu lassen wird.

Geplant ist die Rückkehr der bekannten „Newcomer Charts“, die in Zukunft unter dem Namen „Artistfy Charts“ laufen werden und funktionell anders ablaufen werden. Statt eine gemeinsame Chart, in der alle Künstler vertreten sind, wird es für jedes Genre eine eigene Chart geben. Zu Beginn betrifft dies nur die bekannten Hauptgenre. Die TOP 3 der jeweiligen Genre-Charts bilden die TOP 100, in der dann die besten Künstler aufgelistet werden.

Leider werden die Charts vorerst wieder mit einem Voting-Button gesteuert, dies soll sich aber im Laufe der Entwicklung ändern und das Abstimmen/Platzieren der Künstler soll spannender und fairer gestaltet werden. Weitere Funktionen werden im Laufe der nachfolgenden Wochen eingefügt, verbessert und die Plattform vergrößert.

Wir freuen uns schon auf das Jahr 2017, welches ein spannendes Jahr werden wird. Zu unserem 10. Geburtstag am 25. Februar werden wir tolle Gewinnspiele und vergünstigte Preise für unseren Service anbieten. Vermerkt euch also schon mal das Datum.