Selbstvermarktung als Band (Part I-Facebook)

Wer im Musikbusiness Erfolg haben will, muss eine Menge investieren. Nur ein guter Musiker zu sein, reicht eben noch nicht aus um bekannt zu werden. Nur wer sein Geld und seine Zeit geschickt einsetzt, kann daraus Profit schlagen.

Am Anfang der Band-Karriere ist vor allem eines wichtig: bekannt werden. Ob das nun heißt, dass man sich in seinem Umkreis einen Namen machen will, oder ob man sofort Geld verdienen möchte, sei mal dahin gestellt.

Wer dies schneller schaffen will, hat im Zeitalter von Suchmaschinen-Optimierung und Social Media alle Möglichkeiten offen. Zugegebener Maßen, Geld ist immer ein Problem für Musiker. Neues Equipment muss gekauft, Verschleißteile ersetzt und die Proberaum-Miete gezahlt werden. Aber auch mit vergleichsweise geringen Kosten lassen sich hohe Ergebnisse erzielen. In dieser Reihe stellen wir euch Maßnahmen vor, mit denen ihr euch selbst vermarkten könnt.

Wir fangen mit dem wohl kostengünstigsten an:


Facebook

Wer in sozialen Netzwerken aktiv ist, hat schon einmal die Hälfte seiner Hausaufgaben erledigt. Es gibt kaum noch eine Band, die nicht zumindest eine eigene Facebookseite hat. Ladet zu Beginn erst einmal sämtliche Facebook-Freunde ein eure Seite zu liken. Und ich meine wirklich alle, egal ob Freunde, Familie, Arbeitskollegen oder sogar die verhasste Ex-Freundin. Ihr benötigt zum Anfang so viele Likes wie möglich, denn selbst wenn sie eure Seite nur aus Mitleid liken, werden ihnen doch die Posts auf der Startseite angezeigt. Damit steigt auch eure Reichweite und so die Möglichkeit auch die Aufmerksamkeit anderer zu erreichen.

Sehr wichtig ist regelmäßiges Posten! Wer nichts Neues liefert, bleibt auch nicht relevant. Mindestens zweimal die Woche, sollte sich etwas auf eurer Seite tun. Egal, ob ihr eine Veranstaltung zum nächsten Gig erstellt oder ein Video aus eurem Proberaum postet, Content ist das, was die meisten Leute interessiert hält. Natürlich kann man nicht immer etwas sonderlich Hochwertiges abliefern, aber versucht es zumindest. Sobald ein Like einer Person zu einem Beitrag erscheint, die eurer Seite noch kein „Gefällt mir“ hinterlassen hat, ladet sie dazu ein. Und bitte: Zu jedem Post sollte immer ein passendes Bild, na gut außer bei einem Video, angehängt sein. Niemand interessiert sich für reine Textbeiträge.

Auch über Apps, zum Beispiel Reverb Nation oder Bandsintown, kannst du Gig-Termine festlegen, Songs hochladen und weiteres. Die Apps sind leicht auf deine Facebookseite integrierbar und posten teilweise selbstständig, das erspart dir zumindest einen gewissen Aufwand. So werden bei Bandsintown angelegte Termine regelmäßig automatisch gepostet, wenn der Gig näher rückt. Ihr spart euch nicht zur Zeit, sondern auch die Notwendigkeit, euch einen neuen Text auszudenken.


Ebenfalls besteht die Möglichkeit, eine Kurzbiografie online zu stellen, direkt auf eure Website zu verlinken, eine Booking App einzubauen und so weiter und so fort. Die Chancen die Aufmerksamkeit der Leute auch euch zu lenken sind schier endlos. Außerdem könnt ihr über das Feld Statistiken ganz leicht nachverfolgen, was gut ankommt und was nicht. Und vorallem wann eure Fans online sind.

Soweit zum günstigen Teil. Facebook kann aber noch wesentlich mehr, als nur eure News zu verbreiten. Ihr könnt auch bestimmte Konzerte, Artikel aus eurem Merchandise Shop oder einfach nur eure Seite über Anzeigen bewerben.

Ähnlich wie bei Suchmaschinen-Werbung könnt ihr gezielt eure Zielgruppe, also z.B. Leute in einem Umkreis von 100 km, im Alter von 14-45 Jahren und mit einer Vorliebe für Alternative Rock, steuern. Stellt einfach die Parameter ein, die euch am passendsten erscheinen. Falls das noch nicht gut klappt, könnt ihr diese jederzeit abändern.

Diese Anzeigen werden Leuten vorgeschlagen, denen eure Musik gefällt, oder denen, den sie gefallen könnte. Diese Anzeigen werden teilweise in der rechten Spalte, teilweise zwischen normalen Beiträgen auf der Startseite platziert. Allerdings ist dieser Service nicht kostenlos, die Kosten richten sich nach der geplanten Reichweite. Sprich, je mehr Leute ihr in einem bestimmten Zeitraum erreichen wollt, desto teurer wird die Anzeigenschaltung.

Der nächste Artikel dieser Reihe beschäftigt sich dann eingehender mit dem Bereich „Homepage“.

Hier geht es zum Artikel Selbstvermaktung Part II
Last modified onFreitag, 17 März 2017 15:26
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