Selbstvermarktung als Band (Part II-Homepage)

Wer im Musikbusiness Erfolg haben will, muss eine Menge investieren. Nur ein guter Musiker zu sein, reicht eben noch nicht aus um bekannt zu werden. Nur wer sein Geld und seine Zeit geschickt einsetzt, kann daraus Profit schlagen.

Am Anfang der Band-Karriere ist vor allem eines wichtig: bekannt werden. Ob das nun heißt, dass man sich in seinem Umkreis einen Namen machen will, oder ob man sofort Geld verdienen möchte, sei mal dahingestellt.

Wer dies schneller schaffen will, hat im Zeitalter von Suchmaschinen-Optimierung und Social Media alle Möglichkeiten offen. Zugegebener Maßen, Geld ist immer ein Problem für Musiker. Neues Equipment muss gekauft, Verschleißteile ersetzt und die Proberaum-Miete gezahlt werden. Aber auch mit vergleichsweise geringen Kosten lassen sich hohe Ergebnisse erzielen. In dieser Reihe stellen wir euch Maßnahmen vor, mit denen ihr euch selbst vermarkten könnt.


Nachdem wir das letzte Mal bereits das Thema Facebook behandelt haben, kommen wir nun zur nächsten Rubrik.

Die eigene Homepage

Was ist der erste Punkt der erscheinen sollte, wenn man nach deiner Band googelt? Dein Instagram-Profil? Ein Wikipedia-Eintrag? Deine Facebook-Seite? Prinzipiell alles nicht schlecht, aber das reicht noch nicht.

Um sich wirklich über euch zu informieren, wollen die Leute eure Homepage sehen! Und je besser der erste Eindruck ist, desto höher stehen die Chancen, in Zukunft gebucht zu werden! Da stellt sich natürlich die Frage, was denn überhaupt auf der Homepage stehen sollte. Was würde euch denn interessieren, wenn ihr die Seite eurer Lieblingsband besucht? In erster Linie auf jeden Fall alle Livetermine, Infos über die Band und Neuigkeiten oder?

Aber das ist noch nicht alles.

Fangen wir einmal bei den Basics an: Habt ihr schon eine eigene Homepage oder zumindest eine Domain? Sucht auf jeden Fall nach einer Domain, die passend ist. Wenn ihr das erledigt habt, ist es heutzutage nicht mehr notwendig sich eine Website programmieren zu lassen. Schlussendlich sehen diese dann oft nach einer Fußball-Homepage aus den 90ern aus und ihr seid ein paar hundert Euro los. Mit (quasi)-kostenlosen Online-Tools wie www.jimdo.com oder www.wix.com könnt ihr euch im Baukastenprinzip eure eigene Seite selbst gestalten. Ihr erhaltet zuerst eine Unterdomain wie z.B. meinebandXY.jimdo.com, wenn ihr allerdings eine Domain besitzt könnt ihr diese neue Website auch auf die eigentliche Domain umstellen.

Layout-Vorlagen sind hier schon vorhanden, sucht euch einfach das Design aus, das euch am meisten ansprechen würde als Fan. Verändert die Farben so, dass sie auf euer Auftreten, also z.B. auf die Farben eures Logos zutreffen. Platziert euer Logo, setzt ein dezentes Livebild von euch in den Hintergrund oder als Titelbild, und los geht’s mit dem Inhalt.

Folgende Punkte sollten auf jeden Fall eigene Unterseiten auf eurer Seite sein:

 - Live-Termine (sollten auch zusätzlich auf der Startseite dargestellt sein)
 - Band-Bio
 - Hörproben (kann auch ein Link zum Soundcloud-/ Spotify-Channel sein)
 - Neuigkeiten
 - ggf. Shop

Es bietet sich immer an, die Neuigkeiten gleich auf der Startseite anzuzeigen. Falls ihr diese meistens über die Sozialen Netzwerke verbreitet, bieten diese Baukästen-Anbieter auch Module, bei denen ihr die Inhalte eurer Facebook-Seite integrieren könnt. Dadurch spart ihr euch zweifaches Posten, und müsst eure Homepage nicht jedes Mal zusätzlich aktualisieren. Gebt bei den Terminen bitte nicht nur die anstehenden Gigs an, sondern auch die, die ihr bereits gespielt habt. Veranstalter die Interesse daran haben, euch zu booken, interessieren sich eher dafür, wo ihr bereits aufgetreten seid, um dadurch eure Erfahrung und Reputation zu bewerten.


Die Band-Bio ist ebenfalls essentiell für Veranstalter. Hier können sie sich nicht nur über euch informieren, sondern sie verwenden die hier gegebenen Texte auch, um euch später anzuteasern, bspw. auf deren eigener Website. Der Text sollte, ebenso wie zwei bis drei Bilder, zum Download bereitstehen. Die Homepage ist für Journalisten, die über euch berichten, die Recherchequelle Nummero Uno. Ihr erleichtert ihren Job durch diese Downloads enorm! Geschickt ist es an dieser Stelle auch, bereits existierende Berichte über euch auf die Website zu stellen, oder diese zu verlinken.

Zu den Hörproben muss ich ja nicht viel sagen, oder? Ladet Ausschnitte eurer Songs auf Soundcloud hoch und stellt sie zur Verfügung. Woher sollen die Leute sonst wissen, was ihr macht? Diese könnt ihr dann ganz bequem auf die Homepage einbauen, vielleicht sogar so, dass automatisch beim Klick auf die Seite euer bester Song aus den Boxen dröhnt.

Falls ihr bereits Alben aufgenommen habt, Merchandise produziert ist oder ihr sonst etwas unter die Leute bringen wollt, ist ein Shop-System von Vorteil. Bei Jimdo ist dieses in der kostenlosen Basis-Version z.B. dabei, ein Update (60 € pro Jahr) bietet euch jedoch mehr Zahlungsweisen und weitere Vorteile. So könnt ihr Bestellungen in einer Übersicht ansehen, automatisiert Versandbestätigungen und Zahlungseingänge per Mail verschicken.

Das ist zwar noch lange nicht alles, was ihr mit eurer Homepage machen könnt, es wär zum Beispiel denkbar für die Seite weitere Social-Media Channel einzubauen, oder mit Google Analytics herauszufinden, wer eure Fans sind und was sie interessiert, aber fürs Erste sollte das einmal reichen.

Der nächste Artikel dieser Reihe beschäftigt sich dann eingehender mit dem Bereich „Suchmaschinen-Optimierung und -Werbung“.

Hier geht es zum Artikel Selbstvermarktung Part I
Last modified onFreitag, 17 März 2017 15:26
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