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Interview | Setsefix: Ich schaue mich um und sehe den Angriff der „Klonkrieger“

Eine Portion Nachschlag gibt es an dieser Stelle von Rapper Setsefix, der am 1. Mai seinen aktuellen Track Tag Z (wir berichteten) veröffentlicht hat. Textzeilen wie „Würde mir gerade auch ganz gut passen, diese gottverdammte Welt zu verlassen“ und „Euch ist nicht mehr zu helfen, euch kann man nicht mehr retten. Es ist jedes Mal Dasselbe, mein Leben wie in Ketten“ haben uns neugierig gemacht und wir wollten mehr aus der Gedankenwelt des Düsseldorfer Wortakrobaten erfahren und ihn ein Stückchen besser kennenlernen. Offen, sympathisch und als Mensch mit Prinzipien zeigte er sich im Gespräch. Erfahrt aus erster Hand warum Tag Z entstanden ist, was ihn an unserer Gesellschaft stört und ob Künstler wie Peter Maffay in seiner persönlichen Playlist auftauchen.

Artistfy: Mit nur 18 Jahren und einer noch recht vagen Idee hast Du angefangen. Heute verfolgst Du einen zielstrebigen Plan. Gab es in der Vergangenheit Momente, in denen Du überlegt hast, dass Du vielleicht doch etwas Anderes machen willst?

Setsefix: Nein. Ich war mir eigentlich immer sicher, dass ich um jeden Preis Musik machen möchte. Ich habe vorher schon in diversen anderen Projekten aus unterschiedlichen Genres mitgewirkt, fand es aber über kurz oder lang interessanter, vermehrt eigene Texte zu veröffentlichen und bin so beim Rap gelandet. Diese Musikrichtung war für mich noch absolutes Neuland, weswegen ich mich über die Jahre unter dem Motto "vom Nichts zum Irgendwas" herangetastet und meinen eigenen Stil entwickelt habe.

Da ich vorher keine Rapmusik gehört habe, wusste ich nicht wie Rap 'zu klingen hat' und ließ meine eigene Musik aus dem Metalcore-Bereich ab und zu mehr mit einfließen. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass es auf jeden Fall weiterhin beim Deutschrap bleiben soll und ich werde versuchen, meinen eigenen Stil noch weiter auszubauen und teilweise noch organischere Musik an den Start zu bringen.

Artistfy: Erähle doch einmal in eigenen Worten, worum es in „Tag Z“ geht und Etwas über die Entstehungsgeschichte des Tracks. Was hat Dich zu gerade dieser Story inspiriert?

Setsefix: Tag Z ist ein Track darüber, wie ich mein Umfeld sehe. Ich schaue mich um und sehe den 'Angriff der Klonkrieger'. Obwohl Krieger bei den Meisten wohl auch nicht der richtige Begriff ist. Meinetwegen ist es auch eine allgemeine Kritik an der heutigen Gesellschaft und die Erinnerung an mich selbst, meine eigene Welt mehr zu beschützen und davon abzugrenzen.

Artistfy: Heißt das, dass Du "deine Welt" nicht mehr mit der heutigen Gesellschaft identifizieren kannst? Worin genau siehst Du hier die Problematik?

Setsefix: Ich mag diese oberflächliche Generation „Snapchat und Co“ nicht. Ich sehe es immer wieder auf Konzerten. Natürlich ist es toll, ein gutes Konzert zu Filmen und das online zu teilen. Aber nur hin zu gehen, um dann 10 Sekunden auszurasten, das dann zu Filmen, damit es toll aussieht und alle einen feiern. Das ist wohl der falsche Ansatz, in meinen Augen. Diese auf Likes etc. fixierte Gesellschaft, die einfach nicht verstehen will, dass es auch am Ende ihres Lebens nichts bringt, die meisten #RIPmistersowieso-Kommentare zu haben.

Ich für meinen Teil grenze noch davon ab und versuche meine Reichweite in Form von Likes neben meinen eigenen Interessen auch für die ein oder andere Nachricht zu nutzen. Wer mich kennt und/oder bei meinen Texten mal genauer hinhört, wird merken, dass ich da doch schon ein enormer Gegner des aktuellen Systems und der heutigen Gesellschaft bin.

Artistfy: Über Deine Einflüsse sagst Du, diese seien „Die harte Schule des Lebens und ein schier unstillbares Suchtverlangen nach Musik (fast) jeder Art!“. Welche Musiker magst Du, die man dir als Außenstehender absolut nicht zutrauen würde?

Setsefix: Peter Maffay, Gregorian, Madredeus,... Das, denke ich, ist wohl am Ehesten nicht von mir zu erwarten. Ansonsten beeinflussen mich mein Idol Corey Taylor, Rapkünstler wie Prinz Pi, Damion Davis oder Amewu.

Was die harte Schule des Lebens angeht, kann ich auf die Schnelle nur sagen, dass ich schon so Einiges an Subkulturen kennenlernen durfte/musste. Dies war nicht immer schön, aber teilweise verdammt lehrreich und sehr inspirierend in dem, wie man sein eigenes Leben gestalten möchte. Das hat auch letzendlich mit dazu beigetragen, dass ich heute als Setsefix öffentlich auftrete, eine Haltung repräsentiere und Musik mache.

Artistfy: Ist es für Dich also essentiell wichtig, dass man als Mensch eine eigene Meinung hat und diese auch nach außen trägt?

Setsefix: Man muss nicht jedem seine Meinung aufbinden. Ich bin beispielsweise Vegetarier und habe es selber satt immer, die gleichen Diskussionen zu führen. Ich mache Meins, ihr Euers. Fertig aus. Aber wichtig ist zu wissen, warum man etwas macht. Nicht einfach eine Meinung anderer annimmt. Es ist ja schön und gut, wenn ihr feststellt , dass ihr die selbe Meinung wie wer anders habt. So lernt man schließlich auch neue Freunde kennen, aber dir Wenigsten kommen wirklich von alleine auf eine 'eigene Meinung'. Also ja, weniger mitschwimmen, mehr selber hinterfragen!

Artistfy: Und sind in Deinem Leben Dinge geschehen, die Dich tatsächlich fortwährend geprägt haben?

Setsefix: Trennung der Eltern, frühes Abhauen von Zuhause und eine schier unendliche Angst, etwas verpassen zu können haben mich schnell wachsen und viel lernen lassen. Aber ich habe mir angewöhnt immer etwas Positives aus meinen Erfahrungen zu ziehen, was mich heute recht stark meinen Standpunkt halten lässt. Das Endprodukt ist ein Lebensmotto in Form einer schlichten Formel. "Wie du mir, so ich dir; hoch zehn!" Bist du nett zu mir, kann ich dein bester Freund sein. Gehst du mir auf die Nerven, mache ich dir dein Leben zur Hölle. Meine Freunde haben das mittlerweile sehr gut drauf und wissen es zu schätzen, dass sie immer auf mich zählen können. Der Rest interessiert mich nicht.

Artistfy: Was meinst Du mit "verpassen"?

Setsefix: Ich hatte immer Angst, dass ich meinen Kindern oder wem auch sonst später nicht erzählen kann "ja da und da war ich auch dabei, den Künstler habe ich live gesehen, etc." Viele Bekanntschaften mit neuen Menschen zu machen, viele Subkulturen, viele Länder, Städte und Orte zu entdecken, Konsumgüter, Nahrungsmittel, Religionen... was auch immer. Ich will immer alles sehen, alles erleben, alles ausprobieren. Vielleicht kann man es auch "lebenshungrig" nennen. Unstillbare Neugier und das Verlangen nach neuen Erfahrungen. Auf die Frage "wann hast du etwas das letzte mal zum ersten mal gemacht?" möchte ich am liebsten immer mit "gerade eben" antworten.

Artistfy: Arbeitest Du aktuell an einem neuen Album oder einer EP? Wie gehst Du bei der Konzeption und der anschließenden Umsetzung vor? Entstehen erst die Texte, dann die Beats?

Setsefix: Ich bin gerade an ein paar Einzelwerken dran und plane im Hintergrund ein neues Album. Das ist immer unterschiedlich. Manchmal sitze ich bei einem befreundeten Produzenten und er zeigt mir etwas und wenn es mir gefällt, versuche ich darauf etwas zu schreiben. Ansonsten schreibe ich viel und quasi immer und überall. Auf einem Zettel in der Kneipe, zu Hause am PC oder unterwegs mit dem Handy. Der Feinschliff kommt aber so oder so immer erst am Ende, wenn beides steht.

Weitere Infos zu dem Künstler findet ihr auf Facebook und YouTube.
„Leaves Turning Red“ ist mehr als "ein paar Tage Recordings"! Featured

„Leaves Turning Red“ ist mehr als "ein paar Tage Recordings"!

Mitte März hat die Progressive Rock-Band Aëdon, die sich 2015 im Ruhrgebiet gegründet hat, ihre aktuelle EP „Leaves Turning Red“ veröffentlicht. Doch nicht nur dies sorgt dafür, dass die Bandmitglieder Simon, Max, René, Tobias und Daniel derzeit ganz schön beschäftigt sind. Bis Ende diesen Jahres stehen zahlreiche Konzerte fest in ihrem Terminkalender. So werden sie im Juni zu den Line Ups des HardtBeat Festivals in Mönchengladbach und des Traumzeit Festivals in Duisburg gehören, weitere Shows werden sie u.a. nach Herne, Essen und Oberhausen führen. Sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus wird sich der Tour-Bus bewegen: Als Teil des diesjährigen Euro Rock, dessen Konzept den eigenen Angaben nach als „intensiver Kulturaustausch zwischen jungen Musikern in Europa“ zu beschreiben ist, werden sie ebenfalls in der Niederlande und in Frankreich ihre Zelte aufschlagen.

Nachdem Artistfy bereits einen Review-Artikel über „Leaves Turning Red“ mit der Welt geteilt hat, wollen wir euch die Jungs von Aëdon, die unser Interesse wahrlich im Sprint geweckt haben, einmal mehr in den Vordergrund stellen.

Artistfy: Wie kam es dazu, dass ihr euch für gerade diesen Bandnamen entschieden habt?

Aëdon: Für uns war es wichtig einen Namen zu finden, der einerseits eine coole Bedeutung hat, aber auch irgendwie "gut aussieht". Auf der Suche nach einem Bandnnamen sind wir via Google über verschiedene Themen - von Sternennamen bishin zu Namen griechischer Götter - auf unseren jetzigen Bandnamen gestoßen. Da Aëdon visuell sehr cool aussieht, haben wir uns weitere Informationen eingeholt und schnell gemerkt, dass Aëdon auch thematisch super zu uns und unserer Musik passt. Zum Einen die tragische Geschichte der altgriechischen Göttin Aëdon und zum Anderen die simple, parallele Bedeutung für das Wort "Nachtigall".

Artistfy: Die „Leaves Turning Red“-EP ist euer erstes Werk als Band. Wie lange habt ihr dafür im Studio gestanden und wie war die Empfindung, als sich das Gefühl „endlich fertig“ eingestellt hat?

Aëdon: Für uns war die EP kein typischer "ein paar Tage Recording"-Prozess, sondern vielmehr eine längere Entwicklungsphase. An dieser Stelle geht ein riesen Dank und Lob an Christoph von Redshift Recordings, der uns immer unterstützt hat und viel Geduld mit uns hatte! Aber ja, umso intensiver fühlten wir am Ende alle das "endlich fertig".

Artistfy: Am 18.3. habt ihr in Essen auch eine große Release-Party gefeiert. War das so Etwas wie die „Taufe“ eurer Platte?

Aëdon: Ja, das war definitiv eine große Sache für uns. Für uns hatte die Release-Show eine besondere Bedeutung, da sie nicht nur den Start der EP markierte, sondern auch ein besonderes Event für uns und unsere Fans. Der Abend war ein voller Erfolg und das Publikum war der absolute Hammer. Hier noch einmal nachträglich ein dickes Dankeschön an alle!

Artistfy: Schaut man euren Terminkalender an, sieht man, dass ihr ganz schön unterwegs seid. Wie viele Auftritte absolviert ihr so im Schnitt und wie vereinbart sich das Leben als Teil einer Band mit dem Privatleben?

Aëdon: Dieses Jahr spielen wir im Schnitt ca. 2 Gigs im Monat, da sind auch einige Highlights dabei. Schaut doch einfach mal auf unserer Facebookseite vorbei und guckt unter den Veranstaltungen. Oder auch gerne auf unserer Homepage www.aedon.band. Natürlich hat jeder auch seine privaten Termine. Das Studium oder einen Job. Leicht ist das nicht immer, aber wir lieben was wir machen und bringen hier und da die nötigen Opfer. Daher mussten wir uns bisher nicht einschränken. Wo ein Wille ist, da ist ein Weg.

Artistfy: Was habt ihr momentan für konkrete Planungen für die nächsten Monate?

Aëdon: Konkret sieht es dieses Jahr so aus, dass wir uns neben den Gigs verstärkt auf das Songwriting konzentrieren. Bisher sind schon 2 Songs fertig und weitere 3 Songs in der Mache. In unserem Gig-Plan kann als Besonderheit noch das "Euro Rock" Projekt hervorgehoben werden, bei dem wir mehrere Gigs in Deutschland, Frankreich und Holland spielen werden und im Laufe der Zeit mit verschiedenen europäischen Bands Songs schreiben werden. Nebenher werden wir außerdem dieses Jahr noch ein paar Songs der EP als aktuelle Live-Versionen aus unserem Proberaum veröffentlichen, ein paar davon akustisch.

Artistfy: „Dried Out Streams“ klingt nach einem sehr persönlichen Titel. Manchmal muss man mit den Ergebnissen seines Handelns leben, auch wenn man bereut. Geht es darum? Was genau wird hier verarbeitet?

Aëdon: Ja, das hast Du richtig erkannt. Der Song thematisiert eine verflossene Liebe, die Jahre zurück liegt und beschreibt den Verlauf der Trauer des Protagonisten. Natürlich gibt es bei allen Songs und Texten persönliche Verbindungen, aber meistens sind es fiktive Geschichten, die erzählt werden. An und für sich wollen wir aber nie all zu viel über die Inhalte der Songs preisgeben, da wir sehr viel Wert darauf legen, dem jeweiligen Hörer seine eigene, ganz persönliche Interpretation zu ermöglichen.

Artistfy: Recht ruhig und emotional beginnt auch „Change This World“, ehe dann doch die Gitarren losrocken. Spielt hier Wut eine gewisse Rolle?

Aëdon: Change This World ist wohl DER Song der EP, der die meisten Rock-Elemente mit sich bringt. Wut oder vielleicht eher Verzweiflung über soziale Missstände, mit dem Drang nach Veränderung ist bei einigen Musikern ein wichtiger Baustein oder sogar eine Inspirationsquelle. So auch bei uns.

Artistfy: Für mich persönlich ist euer Sound sehr interessant. Mir gefällt die hörbar melancholische Grundstimmung, die akustisch dann doch etwas härter verpackt ist. „Balladen-Pop meets Hard Rock“: Könntet ihr das so stehen lassen?

Aëdon: Wir finden es interessant, dass unsere Musik schon sehr viele verschiedene Bezeichnungen bekommen hat. Für uns ist es ein gutes Zeichen, dass wir nicht so leicht in eine Schublade gesteckt werden können. Wir würden uns selbst eher dem Progressive Rock oder New-Prog zuordnen. Viele unserer Einflüsse und Idole kommen aus diesem Genre. Insbesondere haben wir uns aber für die "Prog-Schublade" entschieden, weil es einer der wenigen Schubladen in der Musikwelt ist, in der man sich keiner experimentellen Genremöglichkeiten verschließt. Wer weiß....Aëdon Album 2022 feat. Helene Fischer? Aber Spaß bei Seite. Im Kern mögen wir einfach den Gedanken einzelnen Songs oder auch Alben verschiedene Stile zu geben. Eine Möglichkeit, die wir in Zukunft mehr nutzen wollen.

Artistfy: Was für Musik hört ihr denn privat und gibt es gar Bands, die Einfluss auf euch ausüben?

Aëdon: Wenn wir eine Band nennen müssten, die uns am ehesten verbindet (bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger), dann wäre das wohl Procupine Tree. Das ist wohl auch der Einfluss, den man am ehesten raushören kann. An und für sich treffen bei uns aber Einflüsse aus den verschiedensten Genres zusammen. Da ist von Thrash Metal, über Jazz bis hin zu orientalischer Musik alles vertreten.

Artistfy: Die EP stellt den Grundstein eurer Bandgeschichte dar. Wo wollt ihr musikalisch in Zukunft hin?

Aëdon: Die EP war sehr wichtig für unsere Stilfindung. In Zukunft wollen wir unser musikalisches Spektrum aber noch erweitern. Der Grundsound soll weiterhin bestehen bleiben, allerdings wird es hier und da gewagtere Stücke und Elemente geben. Was das genau bedeutet wollen wir an dieser Stelle noch nicht preisgeben.

Die Band könnt ihr auch auf Facebook, YouTube, Instagram und ihrer Website besuchen.

Im INTERVIEW - HERE I VANISH: „Ehrlich. Melodisch. Kritisch“

Jede Band steht heutzutage vor den gleichen Problemen: Albumproduktion, Selbstvermarktung und schwindende Auftrittsmöglichkeiten sind nur einige davon.
Wir haben uns mit der Ilsenburger Metalcore Band „Here I Vanish“ über ihr neues Album und die alltäglichen Probleme einer Band unterhalten.

Artistfy: Stellt Euch als Band bitte kurz vor.

Here I Vanish: Gegründet wurde die Band in Ilsenburg/Harz bereits 2007 und ist seither durchweg unter dem Namen Here I Vanish tätig. Der Bandname lässt vielen Assoziationen Raum. Wir verbinden es mit dem positiven Gefühl beim Spielen, alles andere auszublenden.

Der eigentliche Namensgeber, sämtliche Urmitglieder, sowie fünf weitere Musiker durchliefen die Band bereits aus den verschiedensten Gründen. Lediglich Benny, Domi und Alex spielten noch mit den Gründungsmitgliedern zusammen. Die aktuelle sechsköpfige Besetzung mit zwei Sängern besteht seit 2014 und funktioniert bisher am besten.

Als markantes Merkmal der Band ist in erster Linie die Dynamik der beiden Rampensäue Domi und Brachi zu nennen. Das macht Live und auf Platte viel her.
Ansonsten widmen wir uns im weitesten Sinne mittlerweile recht erwachsen und melodisch gewordenem Metalcore und mischen dies eher unbewusst mit diversen Stilen des modernen Metal. Manches ist recht schwedenlastig geworden. Beim Schreiben folgen wir keiner gedanklich vorgelegten Idee. Es kommt aus den Fingern und wenn es im Ohr kleben bleibt, dann wird es auch nicht mehr verworfen. Das aktuelle Album schrieben Alex und Benny. Die Zusammenarbeit war nahezu symbiotisch. Die Finger brechen wir uns dabei nicht. Da gibt’s genug, auch sehr gute, Andere, die das tun.

Artistfy: Beschreibt euer neues Album ,,Blurry Eyes“ in drei Worten.

Here I Vanish: Ehrlich. Melodisch. Kritisch.

Artistfy: Wie habt ihr euer nunmehr drittes Album produziert?

Here I Vanish: Unser drittes Album ist inklusive Artwork wieder eine DIY-Produktion. Die Zeichnungen stammen von einem Freund.

Artistfy: Habt ihr ein musikalisches Konzept verfolgt oder steht jeder Song für sich?

Here I Vanish: Was uns an dem neuen Album gefällt, ist dass jeder Song einen eigenen Charakter hat, aber durch gute Eingängigkeit wieder eine Einheit mit dem Rest der Scheibe bildet.

Artistfy: Habt ihr einen zentralen Inhalt in euren Texten?

Here I Vanish: Das Album befasst sich übergreifend mit dem alltäglich gewordenen Wahnsinn unserer Zeit. Der Titel „Blurry Eyes“ beschreibt den gleichgültigen Umgang oder gar die Leugnung der uns alle umgebenden normal gewordenen Probleme. Scheinbar weit von einem entfernten Thema wie Krieg, Politik und Korruption und Ausbeutung von Mensch und Natur, legt es den Finger in die Wunde. Es befasst sich aber auch mit nahen Themen und deren gesellschaftliche Wahrnehmung, wie zwischenmenschliche Bindungen, Verrat, Depressionen und Sucht, Gewalt, Schicksalsschlägen und der Suche nach Freiheit.

Artistfy: Gibt es viele Auftrittsmöglichkeiten oder ist es eher schwierig Auftritte spielen zu können?

Here I Vanish: Das ist regional sehr unterschiedlich. Denkt man an den Hype vor einigen Jahren, ist es zumindest bei uns in der Provinz recht ruhig geworden. Die Leute sind scheinbar satt. Der ständige Zuwachs an Bands ist allerdings nicht stagniert. Somit ergibt sich natürlich ein mächtiges Gerangel um gute Shows in urbanen Hotspots, zu denen die Leute auch hingehen.

Artistfy: Wie schwer ist es als Band heutzutage auf sich aufmerksam zu machen?

Here I Vanish: Sehr! Wer nicht wirbt, der stirbt. Und um sich Werben ist nicht Jedermanns Sache. Besonders nicht, wenn man mit dem Kern der Sache, der Musik, Aufmerksamkeit erlangen will. Die modernen medialen Verbreitungsmöglichkeiten machen vieles möglich. So lässt sich mit leichtem Aufwand auch Schrott gut vermarkten. Unser Ziel ist es, über gute Bühnenleistung an weitere Shows zu kommen. Das ist am ehrlichsten.

Artistfy: Was könnt ihr neuen, jungen Bands für ihre Zukunft raten?

Here I Vanish: Bleibt authentisch bei dem was ihr macht, seit ehrlich was eure Ziele angeht und vergesst die Musik nicht dabei. Dann habt ihr zumindest gute Chancen auf Spaß an euerm Projekt!

Artistfy: Was wünscht ihr euch für eure Zukunft als Band?

Here I Vanish: Nette Leute in coolen Clubs bei fetten Shows zu erleben, mit möglichst viel Here-I-Vanish-Gefühl!

Website: www.hereivanish.de 
Bandcamp: www.hereivanish.bandcamp.com 
Facebook: www.facebook.com/HereIVanishMetal

Interview mit der Band SISC

Welcome to the Show: SISC ist mit einer neuen Single am Start!

Die Band SISC aus Berlin dürfte nicht nur für die deutschen Hauptstädter mittlerweile eine waschechte Institution der Rock-Genres Gothic und Folk sein. Schon 1986 hat die Band, die sich durch ein außergewöhnliches Erscheinungsbild, ausgeprägte mittelalterliche Einflüsse und zum Staunen bringenden Mut zur Charakterstärke von der Masse abhebt, ihre Gründung gefeiert und 1994 das erste Werk „Enter At Your Own SISC“ auf den Markt gebracht. Seither folgten fünf Longplayer. Zuletzt das Album „Too Drunk To Jig“, welches im Jahr 2014 veröffentlicht wurde. 2017 haben die Mitglieder von SISC, die auch schon auf dem EMERGENZA-Festival oder dem WGT in Leipzig zu sehen gewesen sind, Neues für Fans und interessierte Ohren parat: Seit Februar ist die Single „Welcome to the Show“, im Vertrieb über Artistfy Music, erhältlich! Wir möchten euch SISC nicht einfach nur vorstellen, sondern die Band selbst zu Wort kommen lassen. Artistfy im Gespräch mit SISC!

Artistfy: SISC besteht mittlerweile seit knapp 30 Jahren. Wer in eurer Diskografie stöbert merkt schnell, dass ihr eurem Stil über die Jahre hinweg treu geblieben seid. Ist euch dies leicht gefallen?

SISC: Vermutlich würde es uns eher schwer fallen, einem gerade angesagten Stil hinterherzuschwimmen. Das wirkt bei Bands, die es viel länger gibt, als den jeweiligen Stil, oft ein bisschen peinlich. Bitte nicht falsch verstehen: Wir finden es gut und sinnvoll, Einflüsse aufzunehmen, Stillstand nutzt Niemandem. Aber wenn man in seinem eigenen Zitatenkästlein spurlos verschwindet, hat man etwas falsch gemacht. Wir gehen ja nicht davon aus, in den Charts zu landen, also können wir genau das machen, worauf wir gerade Lust haben.

Artistfy: Wie würdet ihr selbst die musikalische Entwicklung beschreiben, die ihr in all dieser Zeit erfahren durftet?

SISC: SISC kommt ja ursprüglich aus der Wave und Gothic Szene. Wir haben eine ganze Weile mit synthetischen Drums, mit Sequenzerläufen und ziemlich schrägen Sounds herumexperimentiert, aber wir hatten nun mal auch von Anfang an einen Hang zu alter Musik, zu Swing, Ska und Folk. Der Übergang von Cyberpunk zu Steampunk ist ohnehin fließend, so dass sich bei uns alles irgendwie verbindet.

Artistfy: Der aktuelle Titel „Welcome To The Show“, der vergangenen Februar veröffentlicht wurde, ist euer neuester Streich. Warum und wie ist der Song entstanden?

SISC: Das Lied ist tatsächlich schon anderthalb Jahre alt und bei diversen Auftritten erprobt worden. Bei uns werden die meisten Songs erst eine Weile lang live gespielt, bevor wir sie dann aufnehmen. Zur Zeit ist es unser Intro und eine gute Anfangsnummer sollte das Publikum auf das einstimmen, was sie so erwartet. Ein Teil des Songs ist schon sehr alt, wurde aber nie von uns live gespielt und aus ziemlich heiterem Himmel ist uns dann plötzlich der Rest eingefallen. Das passt eigentlich ziemlich gut zu uns.

Artistfy: Wie sieht es mit den Planungen für einen neuen Longplayer aus?

SISC: Wir würden eigentlich gerne noch ein oder zwei von den Alten verkaufen, die noch bei uns herumliegen. Aber genug neues Material für eine neue CD hätten wir schon. Wir werden in diesem Jahr also etliche Songs aufnehmen. Wir überlegen gerade, ob wir dabei auch noch ein paar ganz alte Nummern mitnehmen, mit denen wir nie im Studio waren. Die würden wir dann zum freien Download für unsere Freunde bereitstellen.

Artistfy: Visuell sieht man euch sehr eine Leidenschaft für den Filmemacher Tim Burton an. Was gefällt euch am „Bizarren“ und welcher seiner Filme ist euer Lieblingswerk?

SISC: Das Verstiegene, Verspielte und dabei aber auch etwas Gruselige ist für uns sehr faszinierend. Wir wollen auch eher bizarr sein, als die megaharten Metal-Monster heraushängen zu lassen, die wir nun mal nicht sind. Pathos - ob nun düster oder nicht - fühlt sich komisch (aber nicht ha-ha-komisch) an, wenn da keine ironische Brechung stattfindet. Abgesehen davon ist Tim Burton ein spannender Designer, auch wenn seine Sachen irgendwie alle gleich aussehen. "Corpse Bride" und "Sleepy Hollow" stehen ganz weit oben auf der Hitliste. "Nightmare before Christmas" ist auch toll. Außerdem ist die Musik von Danny Elfman brillant, Templer ist ein großer Fan von Elfman's ehemaliger Band Oingo Boingo -die auch echt schräge Videos gemacht haben.

Artistfy: Wenn ihr Musikvideos dreht: Wer ist für die Inhalte verantwortlich, also der Regisseur?

SISC: Das ist ganz unterschiedlich. Etliche unserer Videos sind ja primär als Anschauungsmaterial gedacht, um etwaigen Veranstaltern zu zeigen, was wir auf der Bühne so machen. Bei anderen stand ein visuelles Konzept oder eine bestimmte Geschichte bzw. Atmosphäre im Vordergrund. Die Ideen für so etwas entwickeln wir meistens gemeinsam. Manchmal sind es aber auch einzelne Bandmitglieder oder Ben (unser Manager) oder andere Freunde der Band. Natürlich muss so ein Plan für ein Video von allen Beteiligten abgesegnet werden.

Artistfy: Auch Live-Auftritte habt ihr Unzählige absolviert. Was steht in der nächsten Zeit an?

SISC: Wir bemühen uns immer unsere Webseite und Facebookseite auf dem neuesten Stand zu halten. Ihr findet dort alle wichtigen Termine.

Weitere Infos findet ihr auf Facebook, YouTube und auf der Website.

Interview mit Break the Engine

Artistfy: Am 16. Dezember erschien eure EP „Misery“. Sechs Songs gibt es darauf zu hören. Was erwartet den Hörer?

Break the Engine: Die Platte ist ein gesunder Mix aus klassischen Punk-Rock Riffs, Einflüssen aus Post Hardcore und eingängigen Melodien. Vom Rocker der alten Schule bis hin zum politisch interessierten Punk: Auf „Misery“ ist für jeden was dabei.

Artistfy: Ihr macht Rock Musik, welche eine große Szene hat. Ist es mittlerweile sehr schwer noch Fuß zu fassen oder sich unter den vielen Bands durchzusetzen?

Break the Engine: Eine große Szene heißt natürlich auch, dass es viele potenzielle Hörer gibt. Aber es gibt auch viele gute Bands, was es schwierig macht, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und hervorzustechen.

Artistfy: Was reizt euch am Rock?

Break the Engine: Rock ist ein Stück weit Leidenschaft. Ehrliche Texte, harte Riffs und Moshpits. Was will man mehr?

Artistfy: Wird es im Jahr 2017 eine Tour geben oder gibt es schon Auftritte?

Break the Engine: Wir haben uns für das Hört-Hört-Finale am 18. März in der Hildesheimer Halle 39 qualifiziert und werden dort für den härteren Teil der Musik sorgen. Weitere Konzerte sind in Planung und werden zeitnah bekanntgegeben.

Artistfy: Was erwartet ihr von euerer EP? Gibt es ein Ziel, das ihr euch gesetzt habt?

Break the Engine: Wir hoffen natürlich, dass die EP gut ankommt und wir unsere Fanbase ausbauen können. Außerdem soll die Scheibe auf uns aufmerksam machen. Ein konkretes Ziel in Zahlen haben wir nicht, da lassen wir uns mal überraschen. Sehr erfreulich wäre, wenn irgendjemand feiern würde, was wir da fabriziert haben.

Artistfy: Wer sind eure Vorbilder? Gibt es eine Band, die euch besonders inspiriert?

Break the Engine: Besonders in unserer Anfangszeit haben uns Band wie Sum41, Rise Against oder auch Blink182 geprägt.
Im Laufe der Zeit wurde die Musik aber ein wenig härter. Wir versuchen nicht dem Stil einer konkreten Band zu folgen oder uns in gewissen Genre-Grenzen zu bewegen, vielmehr bauen wir viele verschiedene Einflüsse in unsere Musik ein.

Artistfy: Wie geht ihr beim Song schreiben vor? Sind es Themen aus dem Alltag oder eher frei Schnauze?

Break the Engine: In unseren Songs verarbeiten wir Themen, die uns oder einzelne von uns in bestimmten Situationen unseres Lebens bewegt haben. Auf unserer EP versammeln sich Songs aus den letzten 6 Jahren, die auf unterschiedliche Weisen entstanden sind. Teilweise erzählen unsere Texte Geschichten, mit denen wir selbst eher abstrahiert etwas zu tun haben, andere sind das Ergebnis von langen Nächten und Gefühlsverarbeitung. Immer mal wieder sind es auch Themen, die, besonders in den letzten beiden Jahren, fast täglich in den Nachrichten sind, die uns quasi keine andere Wahl lassen, als darüber zu schreiben. Die meisten unserer Songs sind nicht entstanden, weil wir das Ziel hatten einen Song zu schreiben und dafür einen Text brauchten, sondern weil wir etwas erlebt haben, das wir teilen wollten oder Dinge sehen, die wir verändern wollen.

Weitere Infos findet ihr auf Facebook

KYOSIS – Klingt gut, klingt groß und bleibt im Ohr

KYOSIS – Klingt gut, klingt groß und bleibt im Ohr: Die Münchener Rocker haben 2017 viel vor und wir haben ihnen – in Person von Drummer Andre – mal genauer auf den Zahn gefühlt.

Newcomer Szene: Ihr habt euch Ende 2014 gegründet und im Sommer letzten Jahres eure erste (Promo) EP an den Start gebracht. Wie habt ihr zusammen gefunden?

Kyosis: Unser ehemaliger Gitarrist David und unser Schlagzeuger Andre waren damals Arbeitskollegen. Max (Bass) und David kannten sich schon etwas länger. Wie es dann so kommt, was machst Du so, hast Du Bock auf ne Band, wir haben einen Raum! Und somit war der Grundstein gelegt. Anfang 2015 haben wir dann über eine Anzeige noch Tobi an der Gitarre und Thanos am Gesang dazugewinnen können. Im Oktober 2016 gab es dann aus privaten Gründen den ersten Line-Up Wechsel und wir haben Olli als neuen Gitarristen aufgenommen.

Newcomer Szene: Zwischen euren Anfängen (des Songwritings) und der EP lag/liegt knapp ein Jahr: Wie schwer fiel es euch, euch musikalisch (zusammen) zu finden und einen gemeinsamen Nenner zu definieren?

Kyosis: Das fiel uns im Grunde nicht sehr schwer. Wir hören alle guten Gitarren-Rock, der eine ein bisschen härteren, der andere ein bisschen punkigeren. Aber die Schnittstellen waren da. Das Jahr kam dadurch zustande, weil wir eigentlich erst Mitte 2015 komplett waren und die ursprünglichen Ideen dann erst zu richtigen Songs geformt haben.

Newcomer Szene: Diese Frage wird oft belächelt, aber wie seid ihr auf euren Bandnamen gekommen und wieso habt ihr diesen gewechselt? (ehemals Shellshock)

Kyosis: Shellshock war damals ein Vorschlag von Max und neben den anderen Vorschlägen eigentlich der Beste. Wir waren uns aber schnell einig, dass wir uns vor einem Release umbenennen wollen. Keiner war wirklich überzeugt. Unserem Drummer Andre ist dann irgendwie, nach zahlreichen Ideen und Kombinationen der Name KYOSIS in den Schoss gefallen. Eine Bedeutung hat der Name eigentlich nicht. Ist das überhaupt ein regulärer Begriff? Haha, keine Ahnung. Klingt gut, klingt nach was Großem und bleibt im Ohr.

Newcomer Szene: Ihr sagt über euch, dass die einzelnen Einflüsse eurer Musik nicht unterschiedlicher sein können: Worauf ist das zurückzuführen und macht genau das, eure Kunst vielleicht sogar aus?

Kyosis: Naja, ich denke dass es wohl eher an den einzelnen Charakteren liegt. Musikalisch gesehen kommen wir alle aus dem Rock. Wie schon erwähnt, da dann aber aus allen Facetten. Das geht los bei Punkrock und Hardcore, New Metal, Metalcore bis hin zu Sludge, Stoner und Psychodelic Rock. Da kommen sicher viele Einflüsse zusammen und die prägen dann auch einen gewissen Sound.

Newcomer Szene: Nicht nur die Einflüsse sind vielseitig, auch das Alter betreffend habt ihr untereinander (eher untypischerweise) eine gewisse Range: Kommt es da manchmal zu kleineren Unstimmigkeiten und/oder ist das für die Musik vielleicht sogar eher von Vorteil?

Kyosis: Ja, in der Tat. Wir vereinen zwei Generationen. Andre geht nun langsam aber sicher auf die 40 zu, Thanos ist gerade 20. Da treffen natürlich Welten aufeinander, persönlich wie auch musikalisch. Aber die Chemie passt super. Andre bringt manchmal das altbackene und väterliche rein, die Jungen Wilden sorgen dann dafür, dass es nicht langweilig wird. Nein, Spaß! Es passt super und wir lernen alle gut voneinander.

Newcomer Szene: Im Juni hattet ihr euren ersten Live-Auftritt: Was war das für ein Gefühl und wo liegen für euch die Unterschiede zwischen Studio und Bühne?

Kyosis: Es war ganz witzig, da es für einige das erste Mal auf einer Bühne war, für Tobi, Max und Andre aber dann nichts neues, weil die drei vorweg schon in anderen Bands spielten und Auftritte und Touren erlebt haben. Es war aber ein super gutes Gefühl, endlich die Songs, die seit 1 Jahr nur im Proberaum gespielt wurden, endlich den Menschen zu präsentieren. Bedingt durch den Wechsel an der Gitarre mussten wir leider einige Shows absagen. Die Resonanz auf die EP und den Auftritt war echt überraschend gut und positiv und wir haben einige Anfragen bekommen. Ab Januar soll´s dann wieder los gehen. Da ist Olli fit und die Songs sitzen.

Newcomer Szene: Eure Homebase ist in München: Was bedeuten euch eure Wurzeln und wie gestaltet sich die dortige Musikszene?

Kyosis: Wir kommen eigentlich alle aus verschiedenen Regionen um München bzw. auch von weiter weg. Homebase ist wichtig, das Networking mit anderen Bands ist ebenso wichtig. Eine Fanbase bauen wir gerade auf und es schaut gut aus. Die Szene in München ist nicht vergleichbar mit anderen Städten wie z.B. Hamburg, Köln oder Berlin. Da ist es schon alternativer. Aber es wächst was zusammen hier im Süden, es macht zumindest den Eindruck. Konzerte häufen sich, man kommt besser und schneller ins Gespräch. Das war vor einigen Jahren noch nicht so. Bands wie GWLT, Emil Bulls oder Marathonmann präsentieren unsere Stadt schon ganz gut in der Republik.

Newcomer Szene: Was kommt als Nächstes? Sind Auftritte geplant?

Kyosis: Ja, das ist das nächste große Ziel. Ab Januar wollen wir regelmäßig Shows spielen. Wir schreiben gerade neue Songs, zusammen mit Olli, der einen sehr coolen Sound mitbringt. Für den Sommer 2017 laufen aktuell einige Festivalanfragen. Wir werden sehen. Und wenn´s so passt, sollte Ende 2017 auch wieder ein Studiobesuch stattfinden.

Weitere Infos findet ihr auf Facebook, Bandcamp und der Website.

Ein Artikel von Sabrina Kleimann