Interviews

Interview mit Break the Engine

Artistfy: Am 16. Dezember erschien eure EP „Misery“. Sechs Songs gibt es darauf zu hören. Was erwartet den Hörer?

Break the Engine: Die Platte ist ein gesunder Mix aus klassischen Punk-Rock Riffs, Einflüssen aus Post Hardcore und eingängigen Melodien. Vom Rocker der alten Schule bis hin zum politisch interessierten Punk: Auf „Misery“ ist für jeden was dabei.

Artistfy: Ihr macht Rock Musik, welche eine große Szene hat. Ist es mittlerweile sehr schwer noch Fuß zu fassen oder sich unter den vielen Bands durchzusetzen?

Break the Engine: Eine große Szene heißt natürlich auch, dass es viele potenzielle Hörer gibt. Aber es gibt auch viele gute Bands, was es schwierig macht, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und hervorzustechen.

Artistfy: Was reizt euch am Rock?

Break the Engine: Rock ist ein Stück weit Leidenschaft. Ehrliche Texte, harte Riffs und Moshpits. Was will man mehr?

Artistfy: Wird es im Jahr 2017 eine Tour geben oder gibt es schon Auftritte?

Break the Engine: Wir haben uns für das Hört-Hört-Finale am 18. März in der Hildesheimer Halle 39 qualifiziert und werden dort für den härteren Teil der Musik sorgen. Weitere Konzerte sind in Planung und werden zeitnah bekanntgegeben.

Artistfy: Was erwartet ihr von euerer EP? Gibt es ein Ziel, das ihr euch gesetzt habt?

Break the Engine: Wir hoffen natürlich, dass die EP gut ankommt und wir unsere Fanbase ausbauen können. Außerdem soll die Scheibe auf uns aufmerksam machen. Ein konkretes Ziel in Zahlen haben wir nicht, da lassen wir uns mal überraschen. Sehr erfreulich wäre, wenn irgendjemand feiern würde, was wir da fabriziert haben.

Artistfy: Wer sind eure Vorbilder? Gibt es eine Band, die euch besonders inspiriert?

Break the Engine: Besonders in unserer Anfangszeit haben uns Band wie Sum41, Rise Against oder auch Blink182 geprägt.
Im Laufe der Zeit wurde die Musik aber ein wenig härter. Wir versuchen nicht dem Stil einer konkreten Band zu folgen oder uns in gewissen Genre-Grenzen zu bewegen, vielmehr bauen wir viele verschiedene Einflüsse in unsere Musik ein.

Artistfy: Wie geht ihr beim Song schreiben vor? Sind es Themen aus dem Alltag oder eher frei Schnauze?

Break the Engine: In unseren Songs verarbeiten wir Themen, die uns oder einzelne von uns in bestimmten Situationen unseres Lebens bewegt haben. Auf unserer EP versammeln sich Songs aus den letzten 6 Jahren, die auf unterschiedliche Weisen entstanden sind. Teilweise erzählen unsere Texte Geschichten, mit denen wir selbst eher abstrahiert etwas zu tun haben, andere sind das Ergebnis von langen Nächten und Gefühlsverarbeitung. Immer mal wieder sind es auch Themen, die, besonders in den letzten beiden Jahren, fast täglich in den Nachrichten sind, die uns quasi keine andere Wahl lassen, als darüber zu schreiben. Die meisten unserer Songs sind nicht entstanden, weil wir das Ziel hatten einen Song zu schreiben und dafür einen Text brauchten, sondern weil wir etwas erlebt haben, das wir teilen wollten oder Dinge sehen, die wir verändern wollen.

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KYOSIS – Klingt gut, klingt groß und bleibt im Ohr

KYOSIS – Klingt gut, klingt groß und bleibt im Ohr: Die Münchener Rocker haben 2017 viel vor und wir haben ihnen – in Person von Drummer Andre – mal genauer auf den Zahn gefühlt.

Newcomer Szene: Ihr habt euch Ende 2014 gegründet und im Sommer letzten Jahres eure erste (Promo) EP an den Start gebracht. Wie habt ihr zusammen gefunden?

Kyosis: Unser ehemaliger Gitarrist David und unser Schlagzeuger Andre waren damals Arbeitskollegen. Max (Bass) und David kannten sich schon etwas länger. Wie es dann so kommt, was machst Du so, hast Du Bock auf ne Band, wir haben einen Raum! Und somit war der Grundstein gelegt. Anfang 2015 haben wir dann über eine Anzeige noch Tobi an der Gitarre und Thanos am Gesang dazugewinnen können. Im Oktober 2016 gab es dann aus privaten Gründen den ersten Line-Up Wechsel und wir haben Olli als neuen Gitarristen aufgenommen.

Newcomer Szene: Zwischen euren Anfängen (des Songwritings) und der EP lag/liegt knapp ein Jahr: Wie schwer fiel es euch, euch musikalisch (zusammen) zu finden und einen gemeinsamen Nenner zu definieren?

Kyosis: Das fiel uns im Grunde nicht sehr schwer. Wir hören alle guten Gitarren-Rock, der eine ein bisschen härteren, der andere ein bisschen punkigeren. Aber die Schnittstellen waren da. Das Jahr kam dadurch zustande, weil wir eigentlich erst Mitte 2015 komplett waren und die ursprünglichen Ideen dann erst zu richtigen Songs geformt haben.

Newcomer Szene: Diese Frage wird oft belächelt, aber wie seid ihr auf euren Bandnamen gekommen und wieso habt ihr diesen gewechselt? (ehemals Shellshock)

Kyosis: Shellshock war damals ein Vorschlag von Max und neben den anderen Vorschlägen eigentlich der Beste. Wir waren uns aber schnell einig, dass wir uns vor einem Release umbenennen wollen. Keiner war wirklich überzeugt. Unserem Drummer Andre ist dann irgendwie, nach zahlreichen Ideen und Kombinationen der Name KYOSIS in den Schoss gefallen. Eine Bedeutung hat der Name eigentlich nicht. Ist das überhaupt ein regulärer Begriff? Haha, keine Ahnung. Klingt gut, klingt nach was Großem und bleibt im Ohr.

Newcomer Szene: Ihr sagt über euch, dass die einzelnen Einflüsse eurer Musik nicht unterschiedlicher sein können: Worauf ist das zurückzuführen und macht genau das, eure Kunst vielleicht sogar aus?

Kyosis: Naja, ich denke dass es wohl eher an den einzelnen Charakteren liegt. Musikalisch gesehen kommen wir alle aus dem Rock. Wie schon erwähnt, da dann aber aus allen Facetten. Das geht los bei Punkrock und Hardcore, New Metal, Metalcore bis hin zu Sludge, Stoner und Psychodelic Rock. Da kommen sicher viele Einflüsse zusammen und die prägen dann auch einen gewissen Sound.

Newcomer Szene: Nicht nur die Einflüsse sind vielseitig, auch das Alter betreffend habt ihr untereinander (eher untypischerweise) eine gewisse Range: Kommt es da manchmal zu kleineren Unstimmigkeiten und/oder ist das für die Musik vielleicht sogar eher von Vorteil?

Kyosis: Ja, in der Tat. Wir vereinen zwei Generationen. Andre geht nun langsam aber sicher auf die 40 zu, Thanos ist gerade 20. Da treffen natürlich Welten aufeinander, persönlich wie auch musikalisch. Aber die Chemie passt super. Andre bringt manchmal das altbackene und väterliche rein, die Jungen Wilden sorgen dann dafür, dass es nicht langweilig wird. Nein, Spaß! Es passt super und wir lernen alle gut voneinander.

Newcomer Szene: Im Juni hattet ihr euren ersten Live-Auftritt: Was war das für ein Gefühl und wo liegen für euch die Unterschiede zwischen Studio und Bühne?

Kyosis: Es war ganz witzig, da es für einige das erste Mal auf einer Bühne war, für Tobi, Max und Andre aber dann nichts neues, weil die drei vorweg schon in anderen Bands spielten und Auftritte und Touren erlebt haben. Es war aber ein super gutes Gefühl, endlich die Songs, die seit 1 Jahr nur im Proberaum gespielt wurden, endlich den Menschen zu präsentieren. Bedingt durch den Wechsel an der Gitarre mussten wir leider einige Shows absagen. Die Resonanz auf die EP und den Auftritt war echt überraschend gut und positiv und wir haben einige Anfragen bekommen. Ab Januar soll´s dann wieder los gehen. Da ist Olli fit und die Songs sitzen.

Newcomer Szene: Eure Homebase ist in München: Was bedeuten euch eure Wurzeln und wie gestaltet sich die dortige Musikszene?

Kyosis: Wir kommen eigentlich alle aus verschiedenen Regionen um München bzw. auch von weiter weg. Homebase ist wichtig, das Networking mit anderen Bands ist ebenso wichtig. Eine Fanbase bauen wir gerade auf und es schaut gut aus. Die Szene in München ist nicht vergleichbar mit anderen Städten wie z.B. Hamburg, Köln oder Berlin. Da ist es schon alternativer. Aber es wächst was zusammen hier im Süden, es macht zumindest den Eindruck. Konzerte häufen sich, man kommt besser und schneller ins Gespräch. Das war vor einigen Jahren noch nicht so. Bands wie GWLT, Emil Bulls oder Marathonmann präsentieren unsere Stadt schon ganz gut in der Republik.

Newcomer Szene: Was kommt als Nächstes? Sind Auftritte geplant?

Kyosis: Ja, das ist das nächste große Ziel. Ab Januar wollen wir regelmäßig Shows spielen. Wir schreiben gerade neue Songs, zusammen mit Olli, der einen sehr coolen Sound mitbringt. Für den Sommer 2017 laufen aktuell einige Festivalanfragen. Wir werden sehen. Und wenn´s so passt, sollte Ende 2017 auch wieder ein Studiobesuch stattfinden.

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Ein Artikel von Sabrina Kleimann

Interview mit In This Temple

Artistfy: Am 15. Januar erscheint euer Album „Deadlight“. Elf Songs gibt es darauf zu hören. Was erwartet den Hörer?

In This Temple: Das Album führt den Hörer durch verschiedene Lebensphasen und Konflikte. Nicht nur durch zwischenmenschliche Konflikte, sondern auch durch innere Konflikte. Bedürfnisse, Wünsche und die vermeintliche Rolle eines Einzelnem in der Gesellschaft scheinen dabei ein großes Konfliktpotential zu haben. Musikalisch haben wir diesen Themen eine sphärische, aber zugleich sehr direkte und progressive Note gegeben.

Artistfy: Ihr macht Metal Musik. Ein Genre das immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Ist es dennoch sehr schwer noch Fuß zu fassen oder sich unter den vielen Bands durchzusetzen?

In This Temple: Metal kann man heutzutage nur mehr als Übergenre sehen. Es gibt eine bald unüberschaubare Menge an Subgenres und das macht es den Hörern bestimmt nicht einfacher. Natürlich ist unsere Musik noch eindeutig als Metal einzuordnen, aber die Wurzeln schwinden immer mehr und die Musik, die uns als Band beeinflusst stammt sehr oft garnicht aus dem Metal-Genre. Und ja! Es ist schwer.

Artistfy: Was unterscheidet eure Musik von anderen? Warum habt ihr euch für Metal entschieden?

In This Temple: Man kann jetzt versuchen uns selbst ein Alleinstellungsmerkmal aufzudrücken, aber dass sollte Aufgabe der Hörer sein. Wir lassen viele Einflüsse zu, die wir auch musikalisch verarbeiten. Das sorgt für Abwechslung zwischen den Songs, aber zum Teil auch innerhalb eines Songs.
Wir haben uns auch nicht bewusst für eines hunderter Subgenres entschieden, jedoch haben wir natürlich allesamt auch in der härteren Musik unsere Wurzeln und ein 'Zuhause'.

Artistfy: Wird es im Jahr 2017 eine Tour geben oder gibt es schon Auftritte?

In This Temple: Es sind ein paar Konzert in Planung. Das erste Konzert 2017 findet am 20.01 in Linz/Austria (Location: Ann and Pat) statt. Tour gibt es noch keine, aber wer uns dabei haben möchte soll sich gerne melden!

Artistfy: Wer sind eure Vorbilder? Gibt es eine Band, die euch besonders inspiriert?

In This Temple: Vorbilder im eigentlichen Sinne gibt es bei uns nicht. Es sind am ehesten jene Alben die uns beeinflussen, die jedem in der Band gefallen. Das reicht von Rock, Punk, HipHop, Hardcore & Metal bis hin zu elektronischer Musik.
Und Helge Schneider. Manchmal...

Artistfy: Warum habt ihr mit der Musik angefangen? Was war eure erste Konfrontation mit Musik?

In This Temple: Weil Musik bewegt, befreit, aber auch weil die Musik verbindet und zugleich Zuflucht sein kann.

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Interview mit Fading Sunday

Artistfy: Am 23. Dezember erschien euer Album „Play It Loud“. Zehn Songs gibt es darauf zu hören. Was erwartet den Hörer?

Fading Sunday: Bei unserem Album Play It Loud erwartet den Hörer eine abwechslungsreiche und fokussierte Platte, die dank vieler Nuancen einfach Spaß macht zu hören. Die Stile gehen von College Rock, über Alternative bis hin zu Pop Punk und einzelnen Metal Riffs. Es könnte auch der Soundtrack zu einer American Pie Hausparty sein.

Artistfy: Ihr macht Alternativen Rock. Ein Genre das am stärksten vertreten ist am Markt. Ist es sehr schwer noch Fuß zu fassen oder sich unter den vielen Bands durchzusetzen?

Fading Sunday: Es ist sehr schwer mit der eigenen Band Fuß zu fassen zwischen all den anderen Bands, die ähnliche Musik machen. Wir möchten natürlich nicht als "eine Band von vielen" abgestempelt werden sondern wir wollen dass wir nach Konzerten in den Köpfen der Leute bleiben. Da spielen natürlich viele Faktoren eine Rolle. Bühnenperformance, Kontakt zum Publikum, Natürlichkeit, die Liste geht da ewig weiter. Dazu muss man natürlich auch sagen dass sich das Niveau der Bands stetig erhöht.

Sehr gerne schaue ich mir Konzerte von regionalen Alternative Bands an. Und am Ende können wir als Gruppe sogar noch von anderen Bands lernen. Ich denke wenn man sich intensiv beschäftigt, das Gesamtkonzept stimmt und man hinter seinem Projekt steht dann hat man gute Chancen sich durchzusetzen.

Artistfy: Was unterscheidet eure Musik von anderen?

Fading Sunday: Wir probieren mit Songs wie z.B. "Because Of Her" den guten alten 90er College Rock wieder zum Leben zu erwecken. Das ist auch die Richtung, in die wir in Zukunft gehen wollen. Der Markt wird derzeit überschwemmt von elektronisch erzeugten Klängen. Auch diese haben ihre Daseinsberechtigung, nur wir sind der Meinung dass der handgemachte College Rock in den letzten Jahren etwas untergegangen ist. Vor allem in unserer Gegend (Rhein Main Gebiet) fallen mir fast keine Bands ein, die in Richtung College Rock gehen.

Artistfy: Wird es im Jahr 2017 eine Tour geben oder gibt es schon Auftritte?

Fading Sunday: Wir sind zur Zeit in der Planung von Auftritten in diesem Jahr. Unser Ziel ist eine kleine Tour durch Hessen oder sogar Deutschland zu machen. Es stehen noch einige Festival Bewerbungen aus. Ein Termin steht jedoch schon fest: Samstag, der 24.06.2017 in der Goldenen Krone in Darmstadt. Dort spielen wir im Stadtfinale des SPH Bandcontests.

Artistfy: Wer sind eure Vorbilder? Gibt es eine Band, die euch besonders inspiriert?

Fading Sunday: Unsere Vorbilder sind sehr unterschiedlich: Unser Sänger Kev inspiriert sich von Bands wie Green Day, All Time Low, Set It Off und viele andere Bands aus dem Pop Punk Bereich. Das ist auch unsere Hauptinspiration wenn wir Lieder schreiben. Unser Bassist Pascal kommt aus der Rammstein und Metal Gegend und Gitarrist Lucas inspiriert sich von der Band The Hirsch Effekt. Unser Schlagzeuger Jamal findet sich im Hip Hop wieder und allem anderen was gerade so angesagt ist.

Artistfy: Wie geht ihr beim Song schreiben vor? Sind es Themen aus dem Alltag oder eher frei Schnauze?

Fading Sunday: Die Themen unserer Songs sind unterschiedlich. Die größten Bestandteile sind allerdings die Erfahrungen und Geschehnisse aus dem eigenen Leben oder das Leben anderer. Wenn es etwas zu verarbeiten gibt, man sich über etwas freut oder empört ist, dann wird das in einen Song gepackt. Egal ob man es nun selbst erlebt hat oder von Freunden erzählt bekommt. Irgendwie kann sich jeder mit den Themen identifizieren. Dann gibt es noch die frei erfundenen Themen.

Es gibt Themen und Geschichten, die nicht zwingend einem von uns passiert sind. Aber wir denken über viele Themen nach und darüber schreiben wir. Natürlich gibt es auch Songs und Texte, wo wir ohne nachzudenken einfach mal etwas raushauen. Da hat kein Text einen Sinn aber es macht Spaß es zu spielen.

Artistfy: Warum habt ihr mit der Musik angefangen? Was war eure erste Konfrontation mit Musik?

Fading Sunday: Jeder von uns hat seine eigene kleine Geschichte bis wir uns alle getroffen haben. Lucas hat bereits mit 6 Jahren eine Gitarre bekommen, jedoch ging es erst richtig mit 12 Jahren los als der die Band Slipknot entdeckt hat. Das Thema Musik geht so weit dass er heute Musikwissenschaften studiert. Pascal hatte seine erste Konfrontation mit 16 als er sich den Film "Kings Of Rock" von Tenacious D anschaute. Danach hat er sich viel mit der Band und der Musik beschäftigt und fing kurz darauf mit dem Bass spielen an. Jamal fing mit 14 Jahren an Schlagzeug zu spielen und Unterricht zu nehmen bis er mit 16 Jahren auf Kev traf und mit ihm zusammen eine Band gründete. Kev´s erste Konfrontation mit der Musik war mit 16 Jahren in der Schule, als sich Klassenkameraden eine Gitarre und einen Bass kauften. Kev bot an deren Texte zu schreiben, endete jedoch als Sänger in der Gruppe. Zusammen mit Jamal gründeten sie ihre erste Band - quasi die Vorband von Fading Sunday.

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Interview mit Schockromantik

Artistfy: Am 23. Dezember erschien euer Album „Trafosongs“. 18 Songs gibt es darauf zu hören. Was erwartet den Hörer?

Schockromantik: Den Hörer erwartet eine gehörige Portion Punkrock und es gibt ordentlich was zu lachen, so wie uns die meisten berichteten, die unsere CD bereits gekauft haben. Zudem sollte man schon mal Bier kalt stellen, denn auch das erwartet den Hörer: Bock auf Bier! Bisher waren alle unsere CD-Käufer von „Trafosongs“ begeistert, was uns natürlich sehr stolz macht und uns zeigt, dass wir mit dem eingeschlagenen Weg alles richtig gemacht haben.

Artistfy: Ihr macht Punk Musik. Punk ist gefühlt ein aussterbendes Genre. Ist es dennoch sehr schwer noch Fuß zu fassen oder sich unter den vielen Bands durchzusetzen?

Schockromantik: Tatsächlich haben wir das Gefühl, dass es sehr schwer ist sich durchzusetzen. Ich schreibe im Jahr hunderte von Bewerbungsmails für einzelne Konzerte und Festivals, in den meisten Fällen kommt noch nicht einmal eine Antwort. Sehr oft hören wir aber auch Sätze wie „Punk machen wir nicht mehr“, was aber nicht daran liegt, dass es ein aussterbendes Genre ist, denn Punk Never Dies. Vielmehr liegt es daran, dass viele schlechte Erfahrungen mit dem Publikum bei Punkkonzerten gemacht haben (das bekomme ich immer wieder zu hören) und deswegen in Zukunft lieber darauf verzichten.

So ist es ja in vielen Situationen des Lebens, dass eine kleine Gruppe dem großen Ganzen alles verdirbt. Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass in unserem Genre die altbekannten Bands stets etwas Neuem vorgezogen werden. Bei den größeren Festivals wie beispielsweise „Punk im Pott“ spielen Jahr für Jahr dieselben Bands. Ich weiß gar nicht, wie oft wir uns dort schon beworben haben... Auch bei uns in Essen bekommt man den Eindruck, dass bei „Essen Original“ oder dem „Pfingst Open Air“ jedes Jahr dieselben lokalen Bands auf den Bühnen stehen. Dann kommen Bands wie Terrorgruppe oder WIZO, geben Ihre Wiedervereinigung bekannt und spielen die großen Headliner-Touren, als hätte man jahrelang verzweifelt auf diese Bands gewartet, weil es sonst nichts Gescheites gibt. Kurz gesagt: Einen Fuß in die Tür zu bekommen, ist ohne Beziehungen unglaublich schwer, egal wie gut man ist.

Artistfy: Was unterscheidet eure Musik von anderen?

Schockromantik: Ich denke, der Begriff „Funpunk“ beschreibt unsere Musik noch besser als bloß „Punk“. Ernste Themen liegen uns nicht und dann lassen wir da auch die Finger von. Nörgler und politische Bands gibt es im Punk eh schon genug. Wir nehmen uns selber nicht ernst, machen das, worauf wir Lust haben. Wir verstellen uns auch nicht und schlüpfen für die Musik in irgendeine Rolle. Wir bleiben so, wie wir sind. Ich glaube, gerade das macht uns auch so sympathisch. Wenn wir live spielen, gibt es auch immer viel zu lachen, weil wir uns auf der Bühne auch gerne mal gegenseitig auf die Schippe nehmen.

Artistfy: Wird es im Jahr 2017 eine Tour geben oder gibt es schon Auftritte?

Schockromantik: Es gibt ja Bands, die nennen sieben oder acht Konzerte im Jahr verteilt eine „Tour“. Das widerstrebt mir ein wenig. Aber ja, einige wenige Konzerte stehen für das Jahr 2017 bereits fest. Meistens ergeben sich bei den Konzerten neue Kontakte, die wiederum zu neuen Konzerten führen. Deshalb gehen wir davon aus, dass wir auch dieses Jahr auf rund 20 Gigs kommen werden. Hier mal die feststehenden Termine:

16.12.17 Ground Zero, Unsere Weihnachtsshow, mit: tba, Essen
12.08.17 Konzert im Emscherdamm, mit: Überflüssig, tba, Oberhausen
17.06.17 „Scheiss am Gleis“-Festival, bei Liebschütz
03.06.17 "Gott sei Punk", mit: Terrorgruppe, Abstürzende Brieftauben etc., St. Pauli
18.03.17 Support für Elbrebellen, Altes Kino, Bottrop
14.02.17 Konzert im JZ Hüweg, mit: Missing Tuesday, Überflüssig, Essen

Artistfy: Wer sind eure Vorbilder? Gibt es eine Band, die euch besonders inspiriert?

Schockromantik: Jeder in der Band hat seine eigenen Lieblingsbands und Geschmäcker, ich denke, die Schnittmenge davon, ist unsere eigene Musik. Natürlich gibt es auch Bands, die wir alle drei gut finden. Da wären zum Beispiel die Broilers, die Abstürzenden Brieftauben oder auch die Lokalmatadore, mit denen wir auch oft verglichen werden.

Artistfy: Wie geht ihr beim Song schreiben vor? Sind es Themen aus dem Alltag oder eher frei Schnauze?

Schockromantik: Meistens ist es so, dass ich einen Text und/oder eine Melodie im Kopf habe und es zu Hause vorbereite. Das behalte ich dann aber so lang für mich, bis daraus ein fertiger Song entstanden ist. Den stelle ich den Jungs dann im Proberaum vor, erkläre wie ich es mir in etwa vorstelle und dann arbeiten wir es gemeinsam aus und jeder bringt noch seine eigenen Ideen ein. Es sind sowohl Themen aus dem Alltag, aber auch frei Schnauze. „Wir sind alt“ ist beispielsweise ein Song, der sich mit dem Älterwerden auseinandersetzt und gibt das wieder, was viele, die in unserer Generation sind, auch gerade denken.

Lieder wie „Andi Arbeit“ oder „Stumpi“ beruhen in der Grundidee zwar auf realen Personen, denen haben wir aber dann so viel skurriles Zeug angedichtet, dass daraus Kunstfiguren wurden, die mit der Realität absolut nichts gemein haben. Sie sind dann beim Rumalbern entstanden, indem wir uns über irgendwelche Leute lustige Geschichten ausgedacht haben. Dann steigert sich das ganze so lang hoch, bis wir so viel gesammelt haben, dass es für einen Song reicht.

Artistfy: Warum habt ihr mit der Musik angefangen? Was war eure erste Konfrontation mit Musik?

Schockromantik: Der Grund, dass wir mit der Musik angefangen haben, ist natürlich wie bei allen anderen auch derselbe: Frauen. Aber mal ernsthaft: Man hört jahrelang Musik, geht zu Konzerten oder sieht sie sich auf MTV an (YouTube gab es ja noch nicht, die über 30 dürften sich erinnern) und dann denkt man sich mit 14 oder 15: „Hey, DAS willst du auch machen“. Und dann wird die erste Gitarre, der erste Bass oder das erste Schlagzeug geholt und los geht’s. Im Grunde ist es die Liebe zur Musik an sich. Wenn wir mal eine Woche nicht proben können oder ich zu Hause keine Zeit finde mal zur Gitarre oder zum Bass zu greifen, merke ich, dass mir etwas fehlt und meine Stimmung sinkt. Meine erste Konfrontation mit der Musik war mit Beginn der Grundschule in der ersten Klasse. Meine Eltern waren der Meinung, dass es gut wäre, wenn ich ein Instrument lerne.

Da zu Hause schon ein Keyboard herumstand, war es die einfachste Lösung mir einen Keyboardlehrer zu besorgen. Der kam dann jahrelang jede Woche und ich habe es gehasst, weil es auch einfach nicht meine Musik war. Ich habe damals schon Die Toten Hosen und Die Ärzte gehört. Ich musste es aber trotzdem weiter machen nach dem Motto: „Damit der Junge lernt, dass man auch mal was durchziehen muss, was einem nicht passt“. Irgendwann hatten sie dann doch ein Einsehen.

Als ich dann nach meinem 14. Geburtstag meinen ersten Bass haben wollte (ja, ich habe nicht zuerst Gitarre spielen gelernt), haben meine Eltern drauf bestanden, dass ich mir alles von meinem Ersparten kaufen sollte, da ich das ja, wie das Keyboardspielen, eh nicht durchziehen würde. Da ein Lehrer dann auch Verschwendung gewesen wäre, habe ich mir alles autodidakt beigebracht. Zuerst mit Tabs Ramones-Songs mitgespielt und mit der Zeit den Schwierigkeitsgrad erhöht bis zu Sublime und Red Hot Chili Peppers. Wie das bei Andi und Alex war, weiß ich nicht. So „ernste“ Themen gibt es bei uns nicht.

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Luzid.Dream.Wasteland: Moritz Baumert mit Project Pandora im Check!

Project Pandora ist ein Progressive Rock-Musikprojekt von Musiker Moritz Baumert aus Dresden, der vergangenen April das erste Album „Luzid.Dream.Wasteland“ unter dem Pseudonym Project Pandora veröffentlicht hat. Okay, seither sind gefühlt circa vier Wochen vergangen. Dennoch möchten wir euch mit diesem Werk und demjenigen, der dafür verantwortlich ist, an dieser Stelle bekannt machen und mit Nachdruck ans Herz legen und weiter ins Gehör vermitteln.

Vorab möge erwähnt sein, dass Musik dieses Genres nicht unbedingt meine erste Wahl ist, wenn ich meinen noch immer im Dienst befindlichen Player mit einer CD füttere. Snippets haben mich dann aber tatsächlich doch neugierig auf „Luzid.Dream.Wasteland“ gemacht. Und schon ab „For Good“, dem Titel an zweiter Stelle der Playlist, war ich vollends angefixt und offen für Moritz Baumert und sein Project Pandora.

Denn ich hörte Melodic Metal in seiner grandiosesten Form: Wenn Instrumente und Gesang so imposant eingesetzt werden, dass die Töne und Harmonien den Hörer fesseln. Weil man das Gefühl bekommt, dass jede angefangene Minute die bereits Gehörte übertreffen könnte. Und wenn man vor dem inneren Auge die wunderbare Kulisse einer rockigen, anrührenden Operette sieht und man jede Sekunde des Gespielten aufnimmt, als verfolge man ein fesselndes Stück. Dann sollte wirklich Interesse geweckt sein. „Erase this Love“, der direkt anschließende Track, klingt etwas mehr Mainstream. Was seiner Qualität natürlich keinen Abbruch macht. Mit diesem Lied ist dem Schaffenden eine Komposition gelungen, die gut und gerne seinen Weg in die Airplays unserer Radiostationen finden könnte.

„Luzid.Dream.Wasteland“ ist ein akustisches Feuerwerk, das mit erstaunlicher Authenthizität und mit viel Hingabe kreiert wurde. Für mich persönlich ist die Platte ein absoluter Geheimtipp! Und würde ich das Album Song für Song analysieren, dann müsste ich wahrscheinlich ein Buch binden lassen müssen. Deshalb in Kürze die Lieder, die ihr euch unbedingt ebenso anhören solltet: „Once“, „Black Out“ (erneut ganz großes Kino!) und „Emily“.

Fazit: Ich bin begeistert! Meine Empfehlung: Besorgt euch die Platte! Ich bin Feuer und Flamme für den Longplayer und werde für die Zukunft meine Präferenzen, was die Fütterung meines CD-Players angeht, absolut ändern. Ich erwähnte zu Beginn meiner Zeilen, dass wir euch Moritz Baumert, den Mann hinter Project Pandora, vorstellen möchten. Deshalb haben wir für euch mit dem sympathischen Künstler geplaudert.

Artistfy: Wie gehst du bei der Produktion deiner Alben vor?

Project Pandora: Ich schreibe Konzeptalben, die sich um ein spezielles Thema drehen. Die Songs hängen inhaltlich zusammen.
Mein Ziel ist es den Hörer in eine andere Welt zu entführen und mit der Musik Geschichten zu erzählen. Ich möchte dass sie sich fallen lassen können und die Musik Emotionen auslöst.

Artistfy: Über ein halbes Jahr ist seit der VÖ vergangen. Seid ihr noch immer zufrieden mit der Platte oder gibt es den ein oder anderen Song bei dem ihr denkt, "der hätte noch auf die Scheibe sollen"?

Project Pandora: Nein. Es ist wie bei einem Buch. Da legt man auch keinen Wert auf einzelne Kapitel. Man muss das schon im Ganzen sehen. Man kann sich auch einen Kuchen vorstellen. Der hat auch nur 360° und der ist dann rund. Da kann man kein Stückchen mehr hinzuaddieren.

Artistfy: Wie lautet denn das Konzept zu dieser Platte?

Project Pandora: Es geht um die Tücken der Neuzeit. Alles wird anonymer, oberflächlicher, man frisst vieles in sich hinein. Die große Großstadt frisst einen auf. So geht es auch dem Protagonisten, der eigentlich alles hat. Der hat eine Familie, der hat tolle Kinder und eine tolle Frau. Aber ihm reicht das irgendwie nicht. Nicht weil ihm das, was er hat, nicht gefällt, Sondern, weil die wichtigen Dinge im Leben nicht mehr zählen. Seine Erfahrungen haben das aus ihm gemacht. Und er hat nie darüber gesprochen, was ihn innerlich zerbrochen hat. Anschließend kam der Alkohol hinzu und seine Freundschaften gingen in die Brüche.

Am Ende aber: Was er erlebt hat, war nur ein Traum. Ein so genanntes „Klarträumen“. Träume die man wahrnehmen und Entscheidungen darin bewusst treffen kann. So hat er quasi in seine Zukunft geblickt, um zu sehen was passiert, wenn er so weiter macht. Und im kommenden Album geht es eben darum, wie er gelebt und aufgewachsen ist. Wie er wurde, was er zum Zeitpunkt des aktuellen Longplayers gewesen ist.

Artistfy: Was kannst du bereits über die nachfolgende Platte verraten?

Project Pandora: Der Nachfolger, der im September 2017 erscheinen wird, schließt an das Album an, als Requel sozusagen. Es gibt einen Zeitsprung zurück in die Zeit vor der Story des Albums.

Artistfy: Es geht also um einen Weg der Erkenntnis und dem Gewinn an Erfahrung?

Project Pandora: Ja, der Mensch wird reifer und versteht seine früheren Taten besser. Nicht im Negativen oder Positiven. Man versteht, was man hätte besser machen können.

Artistfy: Die Konzeption und deine Gedankengänge dabei, zeichnen dich ja schon als gefühlsbetonten Menschen aus.

Project Pandora: Ja, definitiv. Die Musik ist für mich absolut eine Hintertüre zur Seele. Ich mache mir über Vieles Gedanken. Mich interessieren Weltbilder und Menschenbilder. Als Person bin ich jedoch grundätzlich immer gut gelaunt und ein fröhlicher Mensch.. Das ist das Paradoxe daran.

Artistfy: Man kann also sagen, du therapierst bzw. reflektierst die Erlebnisse und Gedanken deiner emotionalen Seite und streifst das dann vom alltäglichen Leben damit ab?

Project Pandora: Ich gehe einfach mit offenen Augen und mit einer positiven Einstellung durchs Leben. Mit Naivität hat das Nichts zu tun. Ich möchte einfach viel wahrnehmen und aufsaugen. Und das alles eben in meine Musik einfließen lassen. Musik ist so ein großer Teil von mir. Da würde jegliche Abstinenz dazu führen, dass ich zugrunde gehe. Da würde mir der Ausgleich fehlen.

Artistfy: Ich finde das ähnelt dem Tagebuchschreiben. Obwohl das außer Mode gekommen ist.

Project Pandora: Ich finde Tagebuchschreiben überhaupt nicht oldschool. Selbstreflektion ist einfach super. Wer das kann, ... ich finde das super.

Artistfy: Bist du ein nachtragender Mensch?

Project Pandora: Ich bin überhaupt nicht nachtragend. Der Mensch ist ein solch vielseitiges Lebewesen. Man kann in vielen Momenten überhaupt nicht beurteilen, wie eine Person in einer bestimmten Situation überhaupt gedacht hat.

Im Gegenteil: Wenn Menschen einfach mal wieder dazu übergehen würden, mehr miteinander zu kommunizieren. Anstatt diesem Facebook usw. Da halte ich nicht viel von. Es ist unwahrscheinlich unpersönlich. Man kann überhaupt keine Gefühle, Betonungen usw des Gegenüber bemerken. Das ist einfach nur oberflächlich. Es geht immer nur darum „Kannst du mir mal das machen?“ oder „Kannst du mir hierbei mal helfen?“. Aber der eigentliche Mensch versinkt im Hintergrund.

Artistfy: Also trägt Social Media zur Verrohung der Menschheit bei?

Project Pandora: Absolut. Aber auf der anderen Seite, ich nutze sie auch. Und ich finde sie auch wichtig. Ich glaube vor allem für Musiker ist es eine wunderbare Plattform, oder auch für Menschen, die Interessen austauschen möchten. Aber man muss sich im Klaren sein, dass das nicht das reale Leben ist. Und dieses realitätsnahe Denken geht bei den jüngeren Menschen immer mehr verloren.

Die Menschen leben ihre Leben und leben diese gleichzeitig nicht. Weil ihre Leben vom Internet bestimmt werden. Ich freue mich beispielsweise an zwischenmenschlichen Kontakten. Wenn ich den Platz in der Bahn für eine ältere Dame frei mache und diese sich dafür bedankt. Das freut mich schon.

Artistfy: Hast du denn bereits einen Song geschrieben, der genau darum handelt?

Project Pandora: Das ganze Album geht darüber. Um die Verrohung in all seinen Facetten.

Artistfy: Wie kamst du dazu, dass du die Entstehung der Platte alleine organisiert hast?

Project Pandora: Ich habe schon immer in verschiedenen Bands gespielt. Mein Problem ist so ziemlich immer gewesen, dass Persönliches keinen Platz in der Musik gefunden hat. Und ich wollte Musik schon immer so umetzen, wie ich es mir in den Kopf gesetzt hatte. Deshalb sagte ich mir, dass mache ich jetzt: Ich habe das Album komplett selbst aufgenommen, komplett selbst komponiert. Den mitwirkinden Musikern habe ich meine Songs gegeben und die haben ihre Parts daraufhin eingespielt. Also war das Album fertig und ausgereift.

Artistfy: Ich hatte zuerst den Eindruck es handele sich um ein Bandprojekt. Jetzt wird erst recht deutlich, dass es dein Solo-Projekt ist.

Project Pandora: Die Songs sind eben alle so persönlich, dass sie kein anderer Mensch nachvollziehen bzw. nachempfinden kann. Jeder hat zu gewissen Themen individuelle Gefühle.

Artistfy: Hast du in die musikalische Richtung studiert oder bist du ein Naturtalent?

Project Pandora: Ich mache gerade Abi, würde später dann gerne soziale Arbeit oder Psychologie studieren, Meine Eltern haben mich damals zur musikalsichen Früherziehung geschickt. Ein Naturtalent bin ich nicht. Talent reicht auch nicht aus. Man braucht Talent, um die Anfänge seiner Wege zu finden. Zu dem zu finden, was man wirklich gut kann. Aber um Ziele zu erreichen, dafür braucht es deutlich mehr.

Artistfy: Ein musikalischer Charakter ist wichtig. Kannst du mir ein Beispiel nennen?

Project Pandora: Es geht immer mehr verloren, dass Musik einen bestimmten Charakter hat. Und Herbert Grönemyer arbeitet, in meinen Augen, mit einem hohen charakteristischen Wert. Man hört seine Musik und denkt sich „Na klar, das ist der!“.

Aktuell muss immer alles perfekt und mit Autotune bearbeitet sein. Ich habe nichts dagegen, wenn man mal einen Ton nicht trifft oder man sich verspielt. Das macht die Musik auch ein Stück weit persönlicher.

Weitere Infos findet ihr auf Facebook, YouTube oder der Band-Website