KYOSIS – Klingt gut, klingt groß und bleibt im Ohr

KYOSIS – Klingt gut, klingt groß und bleibt im Ohr: Die Münchener Rocker haben 2017 viel vor und wir haben ihnen – in Person von Drummer Andre – mal genauer auf den Zahn gefühlt.

Newcomer Szene: Ihr habt euch Ende 2014 gegründet und im Sommer letzten Jahres eure erste (Promo) EP an den Start gebracht. Wie habt ihr zusammen gefunden?

Kyosis: Unser ehemaliger Gitarrist David und unser Schlagzeuger Andre waren damals Arbeitskollegen. Max (Bass) und David kannten sich schon etwas länger. Wie es dann so kommt, was machst Du so, hast Du Bock auf ne Band, wir haben einen Raum! Und somit war der Grundstein gelegt. Anfang 2015 haben wir dann über eine Anzeige noch Tobi an der Gitarre und Thanos am Gesang dazugewinnen können. Im Oktober 2016 gab es dann aus privaten Gründen den ersten Line-Up Wechsel und wir haben Olli als neuen Gitarristen aufgenommen.

Newcomer Szene: Zwischen euren Anfängen (des Songwritings) und der EP lag/liegt knapp ein Jahr: Wie schwer fiel es euch, euch musikalisch (zusammen) zu finden und einen gemeinsamen Nenner zu definieren?

Kyosis: Das fiel uns im Grunde nicht sehr schwer. Wir hören alle guten Gitarren-Rock, der eine ein bisschen härteren, der andere ein bisschen punkigeren. Aber die Schnittstellen waren da. Das Jahr kam dadurch zustande, weil wir eigentlich erst Mitte 2015 komplett waren und die ursprünglichen Ideen dann erst zu richtigen Songs geformt haben.

Newcomer Szene: Diese Frage wird oft belächelt, aber wie seid ihr auf euren Bandnamen gekommen und wieso habt ihr diesen gewechselt? (ehemals Shellshock)

Kyosis: Shellshock war damals ein Vorschlag von Max und neben den anderen Vorschlägen eigentlich der Beste. Wir waren uns aber schnell einig, dass wir uns vor einem Release umbenennen wollen. Keiner war wirklich überzeugt. Unserem Drummer Andre ist dann irgendwie, nach zahlreichen Ideen und Kombinationen der Name KYOSIS in den Schoss gefallen. Eine Bedeutung hat der Name eigentlich nicht. Ist das überhaupt ein regulärer Begriff? Haha, keine Ahnung. Klingt gut, klingt nach was Großem und bleibt im Ohr.

Newcomer Szene: Ihr sagt über euch, dass die einzelnen Einflüsse eurer Musik nicht unterschiedlicher sein können: Worauf ist das zurückzuführen und macht genau das, eure Kunst vielleicht sogar aus?

Kyosis: Naja, ich denke dass es wohl eher an den einzelnen Charakteren liegt. Musikalisch gesehen kommen wir alle aus dem Rock. Wie schon erwähnt, da dann aber aus allen Facetten. Das geht los bei Punkrock und Hardcore, New Metal, Metalcore bis hin zu Sludge, Stoner und Psychodelic Rock. Da kommen sicher viele Einflüsse zusammen und die prägen dann auch einen gewissen Sound.

Newcomer Szene: Nicht nur die Einflüsse sind vielseitig, auch das Alter betreffend habt ihr untereinander (eher untypischerweise) eine gewisse Range: Kommt es da manchmal zu kleineren Unstimmigkeiten und/oder ist das für die Musik vielleicht sogar eher von Vorteil?

Kyosis: Ja, in der Tat. Wir vereinen zwei Generationen. Andre geht nun langsam aber sicher auf die 40 zu, Thanos ist gerade 20. Da treffen natürlich Welten aufeinander, persönlich wie auch musikalisch. Aber die Chemie passt super. Andre bringt manchmal das altbackene und väterliche rein, die Jungen Wilden sorgen dann dafür, dass es nicht langweilig wird. Nein, Spaß! Es passt super und wir lernen alle gut voneinander.

Newcomer Szene: Im Juni hattet ihr euren ersten Live-Auftritt: Was war das für ein Gefühl und wo liegen für euch die Unterschiede zwischen Studio und Bühne?

Kyosis: Es war ganz witzig, da es für einige das erste Mal auf einer Bühne war, für Tobi, Max und Andre aber dann nichts neues, weil die drei vorweg schon in anderen Bands spielten und Auftritte und Touren erlebt haben. Es war aber ein super gutes Gefühl, endlich die Songs, die seit 1 Jahr nur im Proberaum gespielt wurden, endlich den Menschen zu präsentieren. Bedingt durch den Wechsel an der Gitarre mussten wir leider einige Shows absagen. Die Resonanz auf die EP und den Auftritt war echt überraschend gut und positiv und wir haben einige Anfragen bekommen. Ab Januar soll´s dann wieder los gehen. Da ist Olli fit und die Songs sitzen.

Newcomer Szene: Eure Homebase ist in München: Was bedeuten euch eure Wurzeln und wie gestaltet sich die dortige Musikszene?

Kyosis: Wir kommen eigentlich alle aus verschiedenen Regionen um München bzw. auch von weiter weg. Homebase ist wichtig, das Networking mit anderen Bands ist ebenso wichtig. Eine Fanbase bauen wir gerade auf und es schaut gut aus. Die Szene in München ist nicht vergleichbar mit anderen Städten wie z.B. Hamburg, Köln oder Berlin. Da ist es schon alternativer. Aber es wächst was zusammen hier im Süden, es macht zumindest den Eindruck. Konzerte häufen sich, man kommt besser und schneller ins Gespräch. Das war vor einigen Jahren noch nicht so. Bands wie GWLT, Emil Bulls oder Marathonmann präsentieren unsere Stadt schon ganz gut in der Republik.

Newcomer Szene: Was kommt als Nächstes? Sind Auftritte geplant?

Kyosis: Ja, das ist das nächste große Ziel. Ab Januar wollen wir regelmäßig Shows spielen. Wir schreiben gerade neue Songs, zusammen mit Olli, der einen sehr coolen Sound mitbringt. Für den Sommer 2017 laufen aktuell einige Festivalanfragen. Wir werden sehen. Und wenn´s so passt, sollte Ende 2017 auch wieder ein Studiobesuch stattfinden.

Weitere Infos findet ihr auf Facebook, Bandcamp und der Website.

Ein Artikel von Sabrina Kleimann
Last modified onMontag, 16 Januar 2017 07:56
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