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Die Band Parkpunk im Interview

Ich habe Parkpunk in ihrer Heimatstadt Regensburg getroffen. In der entspannten Atmosphäre und der historischen Kulisse des House On The Rock. Parkpunk sind: Sami Gronwald – Vocals/Gitarre, Julius Kühn – Gitarre, Leon Bellmer – Bass und Jan Wunderlich – Drums. Sie machen deutschsprachigen Punkrock voller Wortwitz und Finesse.

Artistfy: Was sind eure Pläne Für die nächste Zeit?

Jan: [lacht] Saufen und an unserem Album arbeiten.

Artistfy: Richtig, ihr nehmt ja zur Zeit euer Debutalbum im Studio der TMT Media in Nürnberg auf.

Sami: Genau. Wir haben auch schon einige Songs im Kasten.

Artistfy: Wie kommt man als Baujahr Mitte/Ende der 90er dazu Punkrock zu machen?

Jan: Weil es geil ist. Geiler als Pop. Als ich zum ersten Mal bewusst Punk gehört hab bin ich mit Freunden durch die Stadt gezogen und da hat die Musik einfach zur Stimmung gepasst. Sami: Ich kam durch die Tony Hawk's Spiele zum Punkrock. Als Kind habe ich ständig die Spiele der Tony Hawk's Pro Skater Serie gespielt, deren Soundtracks ja viel Punk enthalten. Julius: Ich stamme aus einer komplett unmusikalischen Familie aber ich habe damals viel Zeit bei Sami verbracht und da lief schon immer gute Musik. Leon: Ich habe eine Band gesucht und es gab in der Umgebung nur eine Punkband in die ich einsteigen konnte. Seitdem mag ich Punk.

Artistfy: Die Tony Hawk's Franchise ist ja nach THPS 4 mehr oder weniger zusammengebrochen.

Sami: Ja, leider. Das neu erschienene THPS 5 ist wahrscheinlich der finale Todesstoß für die Reihe.

Artistfy: Man hört von allen Seiten, dass es extrem schlecht sein soll.

Sami: Und auch definitiv zu teuer.

Artistfy: Da wir schon beim Thema sind...wieviel wird denn euer Album kosten?

Sami: Um die 5 Euro.

Artistfy : Das ist ja ein richtiger Budget-Preis.

Sami: Exakt! Da gibt es keine Ausreden.

Artistfy: Wann ist der Release-Termin?

Leon: Ein genauer Termin steht noch nicht fest es wird aber definitiv Anfang nächsten Jahres sein.

Artistfy: Welchen Schulabschluss habt ihr?

Jan: [zeigt auf Sami] er hat Abi und wir sind alle Arbeitslos. Sami hat gerade sein Abitur gemacht, Leon und ich machen unser Abi in einem Jahr und Julius hat einen Realschulabschluss.

Artistfy: Ist Punkrock mit Abitur überhaupt noch kredibil?

---Lautes Gelächter!---

Sami: Nee, deshalb verkaufen wir auch Sticker.

Artistfy: Die Allgemeinheit nimmt Punks ja eher als labile, unselbstständige Individuen war, die dich in der Fußgängerzone nach ´nem Euro anschnorren und keinen richtigen Plan für ihre Zukunft haben.

Jan: Na deshalb sind wir ja auch voll organisiert.

---Lautes Gelächter!---

Artistfy: Ihr seid ja schon recht zielstrebig. Ihr probt regelmäßig, spielt eine Reihe von Konzerten und arbeitet an eurem Album.
Ich denke die Rolle der Punks in der Öffentlichkeit hat sich seit den 70ern schon enorm weiterentwickelt.

Jan: Wir wollen uns in keine Schublade stecken lassen und das können wir auch garnicht.

Artistfy: Das müsst ihr auch nicht.

Jan: Punk ist eh scheiße. Sami: Wie man sich gibt und kleidet hat nicht zwangsläufig etwas mit der Musik zu tun die man hört oder macht. Jan: Was mich anpisst sind Punks, die einem vorschreiben wollen wie man auszusehen hat. Leon: Scheiß uniformierte Spießer! Als Punk legt man doch eigentlich Wert auf Individualität. Jan: Punks sind eigentlich Hipster nur konsequenter.

Artistfy: Gruppenzugehörigkeit spielt in unserer Gesellschaft sogar unterbewusst eine große Rolle.

Jan: Dieses Thema behandeln wir auch in unserem Song „Faschistische Züge“, der natürlich auch auf unserem Album erscheinen wird. Wir machen deutlich, dass manchmal überhaupt kein Unterschied mehr zwischen Punks und Faschos besteht.

Artistfy: Seht ihr euch selbst als politische Band?

Jan: Wir sind auf jeden Fall rechts! Sami: Nein, auch wenn wir das ein oder andere politische Thema in unseren Texten aufgreifen soll unsere Musik in erster Linie Spaß machen.

Artistfy: Wie steht ihr zu Merkels Flüchtlingspolitik?

Jan: [lacht] Sie hat in ihrer Amtszeit alles richtig gemacht bis auf die Flüchtlingspolitik. Julius: Ich finde man sollte die Priorität darauf legen den Konflikt innerhalb des Landes zu lösen anstatt nur die Flüchtlinge willkommen zu heißen. Jan: Spaß bei Seite! Ich finde es eigentlich gut, dass wir in Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten viele Flüchtlinge aufnehmen. Merkel hat ja viel Scheiße gebaut aber das kann man ihr wirklich nicht vorwerfen.

Artistfy: Was denkt ihr ist der Grund aus dem sich unsere Regierung für diese Flüchtlingspolitik entschieden hat?

Jan: Aus schlechtem Gewissen. Julius: Wenn man von einem Nazi spricht denkt man immer gleich an einen Deutschen, obwohl es auch viele Faschisten in anderen Ländern gibt. Jan: Viele Menschen schämen sich sogar die deutsche flagge rauszuhängen.

Artistfy: [sarkastisch] Na klar, gerade während der Fussball WM hat man das täglich gemerkt.

Leon: Rein Geschichtlich betrachtet ist die deutsche Flagge ja eine Flagge der Einigkeit.
Es geht um die Vereinigung der Länder. Jan: Ja während der WM herrscht natürlich Ausnahmezustand. Das ist die Ausrede der Deutschen ihre Flagge rauszuhängen und ausnahmsweise Mal nicht als Nazionalsozialist abgestempelt zu werden. Leon: Also das, was die grüne Jugend bemängelt hat. Als sie dazu aufrief die Flaggen nicht rauszuhängen sehe ich völlig anders.

Artistfy: Wenn ihr eine Sache an der deutschen Regierung verändern dürftet, welche wäre das?

Jan: Freibier für alle! Julius: Grundsätzlich sollten die Leute erstmal weniger Scheiße labern. Erst bilden, dann sprechen! Leon: Ich wünsche mir mehr Moral in der Gesellschaft und weniger Hunger nach Macht. Jan: Gerechte Verteilung von Besitz

Artistfy: Das wäre ja Kommunismus. Das hat in der Weltgeschichte schon mehrfach nicht funktioniert.

Jan: Das liegt aber weniger an der Grundidee an sich, sondern eher an der Umsetzung. Da es ja eine hypothetische Frage ist...würde ich mir wünschen, dass es funktioniert. Kommunismus funktioniert nicht, weil Menschen Wixer sind aber es wäre geil wenn.

Artistfy: Man merkt, dass die Moral in unserer Gesellschaft stark abgenommen hat. Allein schon bei Kleinigkeiten, wie Türen aufhalten oder Treppen links herunter gehen.

Leon: Man sollte viel mehr wert auf den Ethikunterricht in Schulen legen.

Artistfy: Seht ihr als Künstler eine Verantwortung in eurer Rolle?

Leon: Wir wollen schon aufzeigen, was im Land schief läuft aber wir sind eher unpolitisch und machen Musik zum Feiern und Abschalten. Jan: wir versuchen eher kleine Dinge in unserem Alltag umzusetzen

Artistfy: Woher kommen solche Phänomene wie AfD Wähler und Reichsbürger in Deutschland? Man stelle sich vor man wird seit seiner Kindheit ständig von Familie und Freunden derartig indoktriniert

Jan: Na dann wären wir rechts.

Artistfy: Dann seht ihr euch also als privilegiert an.

Jan: man sollte seine eigene Meinung ständig hinterfragen und versuchen über den Tellerrand des eigenen Freundeskreises hinaus zu schauen.

Artistfy: Das sind glaube ich gute Worte zum Abschluss. Ich bedanke mich bei euch und wir sind gespannt auf euer Album.

Weitere Infos findet ihr auf der Website und Facebook
Last modified onDienstag, 30 August 2016 09:56
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