Frank Domnik un d’Bänd – Dert d’unde

Das Bundesland Baden-Württemberg ist besonders für seine Bewohner bekannt – ein Völkchen voller Ideen, Erfindungsreichtum und Humor (sonst hätte das Land nicht vor Jahren mit dem Slogan „Wir können alles – außer Hochdeutsch“ geworben). Und eben aus diesem Land kommt der Singer und Songwriter Frank Domnik. Gemeinsam mit Slim Iwannek und Jean-Luc Siegler macht er Musik als „Frank Domnik un d’Bänd“. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass die Herren singen wie ihnen der „Schnawwel“ gewachsen ist – mit badischem Dialekt!

Frank Domnik un d’Bänd sind Vollblutmusiker mit Herz und Seele. Am 07.04.2017 erschien das Debütalbum „Dert d’unde“ mit insgesamt 10 Songs, die durch ihre musikalische Vielfältigkeit und detaillierte Arrangements überzeugen. Man merkt jedem Song die jahrelange musikalische Erfahrung und das Herzblut an.

Die stärksten Songs sind „S’erscht mol“, „Perfekter Dag“ und „Kehr vor dinn’re eigne Tür“, die allesamt Ohrwurmgaranten sind. Insbesondere das Lied „Perfekter Dag“ lädt zum Tanzen ein. „Kehr vor dinn’re eigne Tür“ ist stimmiger Abschluss – sowohl musikalisch als auch textlich, da es in dem Song (wie der Titel bereits vermuten lässt) darum geht, dass sich jemand um seine eigenen Angelegenheiten kümmern soll und einen so leben lassen soll wie man möchte.

Die Stimme von Frank Domnik hat eine schöne, wärme Stimmfarbe und man behält sie im Kopf. Die Band ist gut aufeinander eingespielt und überzeugen mit ihrem eigenen rockig groovigen Sound, der live vermutlich erst sein ganzes Potential entfaltet.

Leider ist es schwierig den Texten zu folgen, wenn einem der Dialekt gänzlich fremd ist. Anhand der Melodien und einzelner Textfragmente lässt sich aber weitestgehend gut erahnen worum es geht. Allerdings lohnt es sich auch die Musik zu genießen und so die Stimmung des jeweiligen Songs zu erfassen. Die Idee eines Dialektalbums finde ich dennoch wunderbar und mutig.

Wer mal reinhören will, kann sich hier gerne ein Bild machen
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